Die erste #BeWirkwerkstatt 2030 in Oberösterreich hat die Türen für 40 engagierte Teilnehmerinnen aus dem ganzen Bundesland geöffnet. Vom Oktober 2025 bis März 2026 widmeten sich diese Powerfrauen in acht Modulen Themen, die nicht nur auf dem Papier glänzen, sondern echte gesellschaftliche Relevanz besitzen. Mit einem Fokus auf gesellschaftliche Megatrends, politische Entscheidungsprozesse und persönliche Wirkung wurde hier nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch der Grundstein für die Umsetzung von Ideen in konkrete Projekte gelegt.
Under dem wachsamen Auge der Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauen-Landesrätin Christine Haberlander, die die Teilnehmerinnen Ende April 2026 mit einem Zertifikat auszeichnen wird, haben sich Frauen wie Darija Mayr-Stockinger, Bettina Smetschka und Eva Pils-Stockinger aus der Urfahr-Umgebung besonders hervorgetan. Sie haben sich nicht nur mit den Herausforderungen des politischen Lebens auseinandergesetzt, sondern auch mit den Werkzeugen, die nötig sind, um in der politischen Landschaft aktiv zu werden. Workshops zu Themen wie Beteiligung, Präsentation und Kommunikation waren dabei genauso Teil des Programms wie der Austausch mit Experten wie Johann Lefenda und Barbara Eidenberger.
Impulse und Diskussionen
Die Veranstaltung bot Raum für lebendige Diskussionen, unter anderem mit Christine Haberlander, Sabine Humer und Ulli Wright, die sich mit Fragen zu Zutrauen und Vertrauen in die Umsetzung von Ideen auseinandersetzten. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass Frauen in der Politik nicht nur vertreten sind, sondern auch gehört werden. Der Austausch über die Herausforderungen, die viele Frauen an der Teilnahme im politischen Leben hindern – etwa Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die männlich dominierte politische Kultur – war ein zentrales Element.
Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts Frauen in Politik und Parlamenten weiterhin unterrepräsentiert sind, ist es umso bedeutender, dass solche Initiativen wie die #BeWirkwerkstatt 2030 stattfinden. Laut aktuellen Zahlen ist der Frauenanteil im Deutschen Bundestag bei 32,4 % und in den Landesparlamenten bei 33,2 %. Wirklich alarmierend ist der Frauenanteil im Bürgermeisteramt, der bei gerade einmal 13,5 % liegt. Diese Diskrepanz zeigt, wie wichtig es ist, dass gezielte Programme zur Unterstützung von Frauen in der Politik entwickelt werden.
Ein Beispiel für solche Programme ist das „Kommunale Aktionsprogramm – Frauen in der Politik“, das darauf abzielt, den Frauenanteil in politischen Ämtern zu erhöhen. Hierbei werden Mentoring-Programme, Coaching und Vernetzung angeboten, um Frauen zu ermutigen und zu unterstützen. Das Projekt „Frauen. Vielfalt. Politik. Demokratie vor Ort gestalten“, das am 1. Dezember 2024 ins Leben gerufen wurde, hat das Ziel, Frauen aktiv in die politische Mitgestaltung einzubeziehen – ein Schritt, der mehr als überfällig ist.
In einem Land, in dem Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, ist es an der Zeit, dass ihre Stimmen auch in der Politik Gehör finden. Die Print-On-Demand-Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ würdigt das Engagement von Frauen im Parlamentarischen Rat 1948/49 und thematisiert die aktuelle Situation von Frauen in der Politik. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen wie die #BeWirkwerkstatt 2030 nicht nur in Oberösterreich, sondern auch darüber hinaus, die Frauen in der Politik stärken und unterstützen.