Am 30. Mai war es endlich so weit: Die neue „Marktschank“ in Schenkenfelden öffnete ihre Pforten! Ein echtes Vorzeigeprojekt, das von der Bürgergenossenschaft ins Leben gerufen wurde, um einen Ort für Begegnung zu schaffen. Hier sollen sich Vereine, Kulturschaffende, Bildungsinteressierte und einfach alle, die Lust auf geselliges Miteinander haben, treffen. Man kann sich das wie ein großes Wohnzimmer für die ganze Gemeinde vorstellen, wo generationsübergreifendes Zusammenleben großgeschrieben wird.
Rund 400 Genossenschafter und zahlreiche Vereine aus Schenkenfelden haben sich aktiv an diesem Projekt beteiligt. Das ehrgeizige Ziel: Ein multifunktionales Bürgerhaus mit Veranstaltungsräumen und einem gastronomischen Angebot. Der Ursprung des Ganzen liegt im leerstehenden Untergeschoß des Gemeindeamtes. Die Bevölkerung hatte den Wunsch nach einem Wirtshaus, und voilà – hier ist es! Initiator war ein Bürgerbeteiligungsprozess, der mit der SPES Zukunftsakademie ins Leben gerufen wurde. Obmann Hans Pötscher hat immer wieder betont, wie wichtig das gemeinsame Engagement der Bevölkerung ist.
Ein starkes Fundament
Die Finanzierung des Umbaus des ehemaligen Feuerwehrdepots kam durch das Aktionsprogramm des Landes Oberösterreich zur Leerstandsrevitalisierung zustande. Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner hat erst kürzlich die Bedeutung der Nachnutzung leerstehender Gebäude hervorgehoben. Das Projekt erhält zudem Unterstützung von der Leader-Region Sterngartl Gusental, die rund 145.000 Euro für die Innenausstattung zur Verfügung stellt. Das geht ja wirklich ins Geld, aber es lohnt sich, denn hier wird nicht nur ein Gebäude, sondern auch die Lebensqualität im ländlichen Raum gefördert.
Ein großes Augenmerk liegt auf regionaler Wertschöpfung und nachhaltiger Zusammenarbeit. Verwendet werden vor allem Produkte aus dem Mühlviertel – man möchte ja die heimische Wirtschaft ankurbeln! Kooperationen mit bäuerlichen Direktvermarktern und regionalen Vereinen sind geplant, um eine lebendige Gemeinschaft zu schaffen. Und was darf nicht fehlen? Ein Jugendstüberl soll den jungen Leuten einen Platz bieten, um sich auszutoben und zu treffen. Veranstaltungen, Kulturangebote und Bildungsformate sind ebenfalls in Planung. So wird die „Marktschank“ zum Dreh- und Angelpunkt für die Schenkenfeldner.
Es ist ja wirklich beeindruckend, wie hier die Menschen zusammenkommen, um etwas Großes zu schaffen – das ist nicht nur ein neues Gebäude, sondern ein echter Ort der Begegnung. Die Aufbruchstimmung in Schenkenfelden ist spürbar, und man kann nur hoffen, dass dies ein Modell für andere Gemeinden wird. Die Zukunft sieht vielversprechend aus, und das nicht nur für Schenkenfelden, sondern für die gesamte Region. Wir dürfen gespannt sein, welche Geschichten hier in den kommenden Wochen und Monaten erzählt werden – bei einem guten Glas Wein aus der Region, versteht sich!