In Steyr, genauer gesagt in der Bahnhofsstraße, hat sich am späten Abend des 14. Mai ein kleines Verkehrsdrama abgespielt. Eine Polizeistreife, die gegen 21 Uhr mobile Kontrollen durchführte, wurde auf einen Pkw aufmerksam, der mit einer Geschwindigkeit beschleunigte, die selbst den mutigsten Autofahrer ins Staunen versetzen würde. Der 19-jährige Lenker hatte anscheinend nicht die Ruhe weg und überholte kurzerhand, als ihm der vorausfahrende Pkw zu langsam erschien. Mit mindestens 80 km/h, so gab er selbst zu, raste er durch das Ortsgebiet. Und was passiert? Natürlich – er wird angezeigt. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Polizei auch spät abends noch ein Auge auf die Verkehrssicherheit hat.
Doch das war noch nicht alles! Kurz darauf fällte die Polizei ein weiteres Fahrzeug ins Auge, das mit überhöhter Geschwindigkeit in einer 70er-Zone auf der B1 in Richtung Timelkam unterwegs war. Die 21-jährige Fahrerin wurde gestoppt und gestand, konstant mit 100 km/h gefahren zu sein. Besonders pikant: Sie hatte während des Spurwechsels nicht einmal das Blinken für nötig erachtet. Na, da kann man sich schon mal fragen, wo das hinführen soll! Auch sie wird angezeigt und muss nun mit den Konsequenzen rechnen. Und als wäre das noch nicht genug, fiel den Beamten ein weiterer 20-Jähriger auf, der mit 97 km/h durch das Ortsgebiet raste. Sein Führerschein, erst im April ausgestellt, wird ihm nun vorerst abgenommen – ein herber Rückschlag für so einen jungen Fahrer.
Die Konsequenzen von Geschwindigkeitsübertretungen
Alle drei Lenker waren übrigens nüchtern, weder Alkohol noch Drogen hatten ihren Zustand getrübt. Dennoch – die Folgen ihrer rasanten Fahrweise sind unübersehbar. Geschwindigkeitsverstöße führen nicht nur zu Bußgeldern, sondern auch zu Punkten in Flensburg und Fahrverboten. Laut dem bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog wird es für den 19-Jährigen und die 21-Jährige teuer: Bei einer Überschreitung von mehr als 30 km/h innerorts kann das schon mal 260 Euro kosten und zwei Monate Fahrverbot nach sich ziehen. Der 20-Jährige, der mit 97 km/h erwischt wurde, sieht sich möglicherweise ähnlich drastischen Strafen gegenüber – beim rasen im Ort sind die Konsequenzen eben nicht zu unterschätzen.
Ein monatliches Fahrverbot kann bereits ab einer Überschreitung von 26 km/h außerorts verhängt werden, wenn man innerhalb eines Jahres einen ähnlichen Verstoß begeht. Ein gewaltiger Anreiz, das Gaspedal etwas weniger zu drücken, wenn man so überlegt, was einem drohen kann! Das ist schon eine harte Lektion für die jungen Verkehrsteilnehmer in Steyr. Es bleibt zu hoffen, dass sie aus dieser Erfahrung lernen und beim nächsten Mal etwas mehr Rücksicht auf die Geschwindigkeitsgrenzen nehmen. Schließlich ist Sicherheit im Straßenverkehr nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Verantwortung, die jeder von uns tragen sollte.