Kräuterabenteuer in St. Valentin: Schüler entdecken die Wunder der Natur
In Steyr, genauer gesagt an der Sport/Mittelschule St. Valentin-Schubertviertel, gab es kürzlich ein ganz besonderes Projekt, das die Herzen der 14 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler höher schlagen ließ. Im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Naturwissenschaftliches Forschen und Entdecken“ tauchten die Jugendlichen in die faszinierende Welt der Kräuter ein. Begleitet von der engagierten Biologin Valentina Feilmayr-Locker und dem Pädagogen Dominik Fußthaler gingen sie der Frage nach, was die Natur so alles zu bieten hat. Und es stellte sich heraus: Eine Menge!
Die Schüler beteiligten sich an der niederösterreichweiten Aktion „KräuterABC“ von Natur im Garten, die nicht nur lehrreich, sondern auch richtig spaßig war. Mit einem KräuterABC-Kartenspiel lernten sie spielerisch die heimischen Kräuter kennen. Das praktische Arbeiten war hierbei das Salz in der Suppe. Ausgestattet mit Wissensdurst und einem kleinen Sammelkorb erkundeten sie die Umgebung der Schule, um Pflanzen zu sammeln. Die Bestimmung der gesammelten Kräuter erfolgte mithilfe der App „Flora Incognita“. Diese digitale Unterstützung war ein echter Hit – und wer hätte gedacht, dass das Bestimmen von Pflanzen so spannend sein kann?
Kräuter sammeln und dokumentieren
Die Schüler legten eigene Herbarien an. Das bedeutet, sie dokumentierten ihre Funde mit wissenschaftlichem und deutschem Pflanzennamen sowie Fundort und Funddatum. Ein bisschen wie kleine Wissenschaftler, die ihre Entdeckungen festhalten! Und was dabei herauskam, waren nicht nur bunte Blätter, sondern hochwertige Kräutersammlungen, die das im Unterricht erworbene Wissen festhielten. Man kann sagen, das Projekt war eine gelungene Verbindung von Naturerlebnis, wissenschaftlichem Arbeiten und spielerischem Lernen.
Doch was genau ist das KräuterABC? Es ist eine Initiative, die mit viel Liebe und Wissen über Wildkräuter und Heilpflanzen auf einer Webseite präsentiert wird. Dort erfahren Interessierte nicht nur, welche Kräuter in der heimischen Natur wachsen, sondern auch, wie man sie verantwortungsbewusst sammelt und verwendet. Neben der botanischen Bestimmung von Wildpflanzen gibt es auch spannende Informationen über Inhaltsstoffe und deren Wirkmechanismen. Wer hätte gedacht, dass man beim Kräutersammeln auch rechtliche Aspekte beachten muss?
Vertiefung der Kenntnisse in der Kräuterpädagogik
Für all jene, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, gibt es sogar Weiterbildungen in Kräuterpädagogik. Diese verbinden Wissen über Wildkräuter mit der Vermittlung an andere. Ziel ist es, eine persönliche Beziehung zur Natur zu vertiefen und die Freude am Entdecken weiterzugeben. In diesen Seminaren lernen die Teilnehmer nicht nur, wie man Wildkräuter erkennt, sondern auch, wie man sie in der Küche verwendet oder sogar Heilmittel herstellt. Das klingt nach einer spannenden Möglichkeit, um die eigene Kreativität auszuleben und gleichzeitig etwas Gutes für die Gesundheit zu tun!
Die Weiterbildung umfasst insgesamt 90 Unterrichtseinheiten, verteilt auf fünf Wochenenden. Und das Beste: Man hat die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu vernetzen. Die Kurse starten jeweils im Frühjahr und sind eine tolle Chance, um nicht nur die eigene Wissensbasis zu erweitern, sondern auch aktiv in der Natur zu arbeiten – und das alles in einem freundlichen, gemeinschaftlichen Umfeld.
Wohl dem, der die Augen offen hält und die kleinen Wunder der Natur entdeckt. Die Schüler aus St. Valentin haben damit nicht nur etwas über Kräuter gelernt, sondern auch, wie wichtig es ist, einen Bezug zur Natur zu haben. Das Projekt wird sicherlich noch lange in ihren Erinnerungen und Herzen verweilen.
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