In Steyr tut sich was – und zwar in der Second Hand-Boutique „Heidelbeere“, die vor knapp vier Monaten von Andreas Bramberger und Peter Wiesinger eröffnet wurde. Die Boutique hat ihren Platz im ehemaligen Traditionsgeschäft Haubeneder gefunden und verkauft alles auf Kommissionsbasis. Bislang haben über 400 Verkäufer mehr als 7.000 Kleidungsstücke und Accessoires angeboten. Eine richtige Fundgrube, könnte man sagen! Momentan steht der Herbst im Fokus, und die Inhaber haben sogar Unterstützung durch eine Praktikantin, die im Tagesgeschäft hilft.

Im Sommer gab es eine Ausverkaufsaktion, bei der nach vier Monaten Wartezeit die Kleidungsstücke um 50% reduziert wurden. Das ist doch ein tolles Angebot, oder? Verkäufer profitieren ebenfalls, denn sie erhalten 33% des Verkaufspreises, wenn ihre Artikel den Besitzer wechseln. Aber keine Sorge, die Boutique akzeptiert nur intakte und hochwertige Ware – beschädigte oder minderwertige Kleidungsstücke haben hier keinen Platz. Und für alle, die eine kleine Pause vom Shoppen brauchen, gibt’s Sitzgelegenheiten und manchmal sogar Kaffee im Laden!

Nachhaltigkeit im Fokus

In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, ist die „Heidelbeere“ bestens aufgestellt. Schulen und Hochschulen, darunter die FH Steyr, zeigen großes Interesse an Projekten zur nachhaltigen Mode. Laut einer Umfrage von Re-Use Austria geben satte 84% der Käufer an, dass Nachhaltigkeit ihr Hauptmotiv für Second Hand-Shopping ist. Das passt perfekt zur Vision von D’CONSTRUCTED, die mit ihrem Pre’Loved Marketplace Kleidung eine zweite Chance geben wollen. Hier wird alles sorgfältig geprüft und aufbereitet, bevor es wieder verkauft wird. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Die Boston Consulting Group hat in einer Studie sogar ein jährliches Wachstum von 10% für den Second Hand-Markt prognostiziert. Und das ist kein Wunder: 73% der Österreicher haben bereits Gebrauchtwaren gekauft. Der Trend geht hin zu einer bewussten Konsumation, wo 74% der Käufer intakten Produkten eine neue Chance geben möchten und 71% den Preisvorteil schätzen. Mode gehört dabei zu den gefragtesten Kategorien im Second Hand-Bereich!

Die digitale Einkaufslandschaft

Der Online-Handel spielt eine zentrale Rolle beim Kauf von Secondhand-Mode und -Accessoires. 54 Prozent der Konsumenten nutzen mittlerweile Online-Kanäle für gebrauchte Kleidung, und Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen oder Vinted sind sehr beliebt. Wer nicht nur im Internet stöbert, sondern auch gerne durch die Läden schlendert, der ist nicht allein: Rund 39 Prozent der Verbraucher ziehen den stationären Einkauf vor!

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In der „Heidelbeere“ wird dieser Trend aktiv mitgestaltet, und die Inhaber planen sogar neue Shopping-Formate, darunter exklusive Veranstaltungen für Gruppen. Das Haubeneder-Haus, mit seinen vier Etagen und fast 600 Quadratmetern Fläche, könnte sich als perfekter Ort für solche Events erweisen. Brigitte Ecker, die Inhaberin des Gebäudes, sucht nach sinnvollen Nutzungsmöglichkeiten für die oberen Etagen. Es bleibt spannend, wie sich die Geschichte der „Heidelbeere“ und des Haubeneder-Hauses weiterentwickeln wird. Die Zukunft der Mode liegt in unseren Händen – und das ganz im Sinne der Nachhaltigkeit!

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