Fast zwei Jahrzehnte hat es gedauert, bis die Dreierkoalition in Österreich eine Einigung über ein Gesetz für private Sicherheitsfirmen erzielt hat. Ja, richtig gehört – seit 2007 wird an einem „Sicherheitsdienstleistergesetz“ gearbeitet, das nun im Juli im Parlament behandelt werden soll. Man fragt sich, wieso das so lange gedauert hat, oder? Aber jetzt wird’s ernst: Das Gesetz wird grundlegende Qualitätsstandards für Security-Unternehmen und deren Personal definieren. Und das ist nicht nur ein theoretisches Konstrukt, sondern ausgesprochen wichtig, besonders in Zeiten, in denen Sicherheit an vorderster Front steht.

Was steckt genau hinter diesem Gesetz? Es geht um mehr als nur Bürokratie. Es sollen klare Anforderungen für die Eignung und Ausbildung der Sicherheitskräfte festgelegt werden. Auch die Koordination mit Behörden spielt eine entscheidende Rolle. Ein Sicherheitsdienstleisterregister wird eingerichtet, in dem alle relevanten Unternehmen gelistet werden, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Das Innenministerium übernimmt die Verantwortung – und das macht Sinn, schließlich geht es um die Sicherheit der Bürger.

Die Notwendigkeit eines einheitlichen Standards

Die Ereignisse der letzten Zeit, wie der mutmaßliche Anschlagsversuch auf das Taylor Swift-Konzert 2024 oder der bevorstehende Eurovision Song Contest, verdeutlichen die Dringlichkeit solcher Regelungen. Bei Großveranstaltungen sind private Sicherheitskräfte unerlässlich. Für den Eurovision Song Contest wird jeder der 16.000 Sicherheitsmitarbeiter einer strengen Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass private Unternehmen Hand in Hand mit staatlichen Strukturen und internationalen Sicherheitsbehörden wie dem FBI arbeiten.

Das neue Gesetz soll nicht nur die Branche selbst regulieren, sondern auch den Bürgern und Unternehmen zugutekommen. Peter Bachus vom ASW Bundesverband hat betont, dass es darum geht, eine hohe Qualität in der Sicherheitswirtschaft zu gewährleisten. Aber Vorsicht! Zu hohe Mindestqualifikationen könnten dazu führen, dass die Branche unter einer Verknappung an Bewerbern leidet – und das wäre für alle Beteiligten ein Schuss ins Knie.

Die Rolle der Ausbildung

Die Ausbildung der Sicherheitsmitarbeiter steht im Mittelpunkt. Derzeit hat nur die IHK das Monopol auf Prüfungen für Sicherheitsberufe. Dabei wäre es vielleicht nicht verkehrt, auch anderen Institutionen die Möglichkeit zu geben, Prüfungen durchzuführen, solange die kommerziellen Interessen nicht im Vordergrund stehen. Ganz ehrlich, jeder, der schon einmal auf einer Veranstaltung war, kann bestätigen, wie wichtig gut ausgebildete Sicherheitskräfte sind. Alexander Borgschulze, der Vorstandsvorsitzende beim BVSW, hat das Interesse der Unternehmen an kompetentem Personal klar auf den Punkt gebracht.

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Die neuen Regelungen sollen also nicht nur die Qualität der Sicherheitsdienstleistungen erhöhen, sondern auch für eine bessere Ausbildung sorgen. „Inhouse Tätigkeiten“ – also Sicherheitskräfte, die direkt für ein Unternehmen arbeiten – bringen die Verantwortung für die Aus- und Weiterbildung direkt zu den Arbeitgebern. Das bedeutet, dass Unternehmen die Initiative ergreifen müssen, um ihre Mitarbeiter auf das nötige Niveau zu bringen. Ein echter Kraftakt!

Zusammengefasst: Der Weg zum neuen Sicherheitsdienstleistungsgesetz ist zwar lang und steinig gewesen, doch die ersten Schritte sind gemacht. Wenn das Gesetz im Parlament beschlossen wird, könnte es endlich einen einheitlichen Standard in der Sicherheitsbranche geben. Und das ist nicht nur für die Unternehmen, sondern vor allem für uns alle von Bedeutung.