Heute, am 5. Mai 2026, fand in Steyr-Land ein bemerkenswerter Event statt, der die Feuerwehr St. Pantaleon ins Rampenlicht rückte. Die Feuerwehr veranstaltete eine mehrtägige Fortbildung im Rahmen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, die sich ganz dem Thema Schiffsführerausbildung widmete. Ein paar Tage lang drehten sich die Köpfe – und nicht nur die! Zahlreiche Ausbilder des Wasserdienstes aus ganz Niederösterreich kamen zusammen, um ihr Wissen aufzufrischen und neue Fähigkeiten zu erlernen.
Besonderen Besuch hatte die Veranstaltung durch Josef Fuchsberger von der Freiwilligen Feuerwehr Ernsthofen. Als Bezirksfeuerwehrkommandant-Stv. und Vorsitzender des „Arbeitsausschusses Wasserdienst“ war er mit vollem Elan dabei. Nach einem intensiven theoretischen Teil ging es direkt in die Praxis – und da wurde es richtig spannend. Das zentrale Thema? Der Bau von Fähren! Dabei kamen Materialien wie Holzbalken, Spanngurte und Leinen zum Einsatz. Es war die perfekte Gelegenheit, die Möglichkeiten und Grenzen der eingesetzten Mittel kennenzulernen und die Handhabung zu festigen.
Praktisches Wissen für den Ernstfall
Ein Highlight der Fortbildung war die Besichtigung der Donaubrückenbaustelle mit der Pfeiler-Verbreiterung. „Man sieht, wie wichtig es ist, in der Praxis zu lernen“, sagte einer der Teilnehmer, während er die beeindruckenden Bauarbeiten beobachtete. Nach einem langen Tag voller Übungen und dem Austausch von Erfahrungen übernachteten die Teilnehmer im Feuerwehrhaus St. Pantaleon – eine gute Gelegenheit, um auch die Kameradschaft zu fördern.
Am zweiten Tag stand das Fahren und Steuern der Fähre auf dem Programm. Zwei Motorboote pro Fähre erforderten ein exakt abgestimmtes Zusammenspiel. Es war ein wahres Zusammenspiel von Können und Teamgeist, das die Ausbilder nicht nur herausforderte, sondern auch zusammenschweißte. „Knoten und Bünde wiederholen und festigen“ – das war das Motto, und jeder war mit Feuereifer dabei. Diese Fortbildung stärkt nicht nur den Wasserdienst, sondern erhöht auch die Schlagkraft im Einsatzfall.
Ein Blick über die Grenzen hinaus
Doch warum ist solch eine Ausbildung überhaupt so wichtig? Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass der Katastrophenschutz in den letzten Jahrzehnten immer bedeutender wurde. Die Akademie Hochwasserschutz hat in den letzten Jahren ein umfassendes Ausbildungsangebot entwickelt, welches nicht nur Feuerwehren, sondern auch Hilfsorganisationen, THW und sogar die Bundeswehr einbezieht. Vor 2003 gab es hierfür kaum Strukturen, doch die Hochwasser-, Sturzfluten und Starkregenereignisse der letzten Jahre haben uns eines gelehrt: Wir müssen besser vernetzt und ausgebildet sein. Die Weiterbildung der Einsatzkräfte ist somit nicht nur ein „nice to have“, sondern ein absolutes Muss.
Es ist einfach beeindruckend zu sehen, wie lokal engagierte Feuerwehrleute sich zusammentun, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. Solche Initiativen sind der Grundstein für einen effektiven Katastrophenschutz und tragen dazu bei, dass wir im Ernstfall gut aufgestellt sind – egal ob in Steyr-Land oder anderswo.