Heute, am 30.06.2026, werfen wir einen Blick auf eine prägende Figur der Blasmusikszene in Oberösterreich: Karl Geroldinger. Mit über 30 Jahren im Dienste der Musik hat er nicht nur die Melodien, sondern auch die Herzen vieler Menschen berührt. Vor kurzem wurde ihm das Goldene Verdienstkreuz des Österreichischen Blasmusikverbandes verliehen – eine Auszeichnung, die seine herausragenden Verdienste würdigt und von Bundeskapellmeister Helmut Schmid überreicht wurde. Ein schöner Moment für einen Mann, dessen Leben ganz im Zeichen der Musik steht!

Geroldinger, der am Linzer Brucknerkonservatorium Trompete studierte und eine Hauptschullehrerausbildung an der Pädagogischen Akademie Linz absolvierte, hat die Blasmusikszene über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt. Seine Reise begann als Trompetenlehrer an der Landesmusikschule Schärding, gefolgt von seiner Rolle als Direktor der Landesmusikschule Ried im Innkreis, die er 1986 übernahm. Es war aber vor allem seine Funktion als Direktor des OÖ Landesmusikschulwerks von 1995 bis 2025, die ihn zu einer Schlüsselfigur in der Blasmusikszene machte.

Ein Leben für die Blasmusik

Seine Leidenschaft für die Musik führte ihn auch als Kapellmeister des Musikvereins Enzenkirchen, wo er den Verein erfolgreich zu nationalen und internationalen Wettbewerbserfolgen leitete. Dabei war er nicht nur ein Dirigent, sondern auch ein Mentor, der die nächste Generation von Musikern förderte. Von 1990 bis 2000 war er Landesjugendreferent des OÖ Blasmusikverbandes und setzte wichtige Impulse für die Bläserjugend. Die Gründung mehrerer Orchester, darunter das Schülerblasorchester Schärding und das Schülerblasorchester Ried, zeugt von seinem unermüdlichen Einsatz.

Besonders beeindruckend ist die Geschichte des Sinfonischen Blasorchesters Ried, das Geroldinger 1986 ins Leben rief. Unter seiner Leitung gewann das Orchester zahlreiche internationale Wettbewerbe, einschließlich der Weltmeisterschaft in Kerkrade. Sein Engagement für die Jugend setzte sich auch in der OÖ Jugendbrassband fort, die er zwölf Jahre lang leitete und mit der er mehrere erste Preise bei internationalen Wettbewerben gewann. Nach einer kurzen Pause wurde er 2022 erneut als Gründungsdirigent des Südtiroler Jugendblasorchesters bestellt, das 2026 am World Music Contest in Kerkrade teilnehmen wird.

Ein Blick in die Zukunft

Auch in der Gegenwart überrascht Karl Geroldinger mit seinem Engagement. 2010 dirigierte er die Europäische Jugendbrassband bei den Europäischen Brassband Meisterschaften in Linz und wurde für 2026 erneut eingeladen. Als Juror und Referent für Orchesterleitung ist er regelmäßig im In- und Ausland tätig, was zeigt, dass seine Expertise weit über die Grenzen Oberösterreichs hinaus geschätzt wird. Darüber hinaus gestaltet er seit Ende 2025 Blasmusiksendungen für ORF Radio Oberösterreich – eine wunderbare Möglichkeit, seine Liebe zur Blasmusik auch im Radio weiterzugeben.

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Und nicht zu vergessen: Geroldingers Sohn Felix ist ebenfalls Musiker und trägt damit das musikalische Erbe der Familie weiter. So zieht sich die Liebe zur Musik wie ein roter Faden durch die Generationen. In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt die Blasmusik durch Persönlichkeiten wie Karl Geroldinger lebendig und relevant.

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