Heute ist der 14.07.2026 und wir haben hier in Rohrbach eine spannende Geschichte, die nicht nur die Zukunft eines Biobetriebs sichert, sondern auch das Herz der Landwirtschaft in unserer Region berührt. Der Ferdlhof, ein langjähriger Biobetrieb der Familie Krenn, hat einen Wechsel in der Führung vollzogen, der zeigt, dass auch außerfamiliäre Hofnachfolgen erfolgreich gelingen können. Josef und Margit Krenn, die bisherigen Besitzer, standen vor der Herausforderung, Nachfolger zu finden, da ihre Tochter das Erbe nicht antreten wollte. Das war 2019. Die Suche war also nicht einfach, aber sie fanden über die Vermittlungsplattform „Perspektive Landwirtschaft“ schließlich die richtigen Leute für den Hof.

Im Jahr 2021 trafen die Übergeber auf Christina Proßegger und Johannes Schullern, zwei engagierte Junglandwirte, die sich im Studium der Veterinärmedizin in Wien kennengelernt hatten. Das erste Kennenlernen war nur der Anfang; es folgten Gespräche und praktische Mitarbeit auf dem Hof, die eine vertrauensvolle Beziehung schufen. Und nach einem Jahr, also 2022, wurde die Betriebsübernahme dann offiziell abgeschlossen. Ein Schritt, der sowohl für die Krenns als auch für die neuen Betreiber von großer Bedeutung war.

Neuausrichtung des Betriebs

Der Ferdlhof hat sich nun von einem Milchviehbetrieb auf die Haltung von Milchziegen umgestellt – eine Entscheidung, die frischen Wind in die alte Tradition bringt. Aktuell werden hier 120 Gemsfarbige Gebirgsziegen gehalten, und das ist nicht nur irgendein Trend. 2023 wurde zudem ein moderner Milchziegenstall mit einer Heutrocknungsanlage errichtet. Diese Investitionen sind nicht nur ein Zeichen für die Zukunft, sondern auch für die Qualität. Die Ziegenmilch wird an die Stiftskäserei Schlierbach geliefert und dort verarbeitet. Es ist beeindruckend zu sehen, wie vielschichtig die Möglichkeiten der Landwirtschaft sind, wenn man bereit ist, neue Wege zu gehen.

Die Übernehmer, Proßegger und Schullern, sind zudem aktive Mitglieder im Arbeitskreis Ziegen der Landwirtschaftskammer Oberösterreich. Sie haben sich ganz der regionalen Wertschöpfung verschrieben und setzen auf engen Kontakt zu ihren Kunden. Die weiblichen Kitze bleiben als Nachzucht am Betrieb, während die männlichen Kitze direkt ab Hof vermarktet werden. So entsteht nicht nur ein nachhaltiger Kreislauf, sondern auch eine enge Verbindung zur Region und den Menschen hier. Es ist einfach schön zu sehen, wie viel Engagement und Herzblut in diesem Betrieb steckt.

Chancen und Perspektiven in der Landwirtschaft

Die Geschichte des Ferdlhofes zeigt deutlich, dass Hofübergaben auch außerhalb der Familie gelingen können. Unterstützt durch Beratungen der Bezirksbauernkammer, haben die Krenns und die neuen Betreiber bewiesen, dass es viele Möglichkeiten gibt, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen. Die „Perspektive Landwirtschaft“ bietet viele Optionen – sei es die Suche nach KooperationspartnerInnen, Anstellungen als BetriebsführerIn oder sogar die Gründung eines neuen Betriebes. Die Landwirtschaft hat viel zu bieten, und es ist an der Zeit, diese Chancen zu nutzen!

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So bleibt zu hoffen, dass die Geschichte des Ferdlhofes andere inspirieren kann, ebenfalls mutige Schritte in der Landwirtschaft zu wagen und die Zukunft der heimischen Betriebe zu sichern. Denn in der Landwirtschaft steckt nicht nur harte Arbeit, sondern auch ein großes Stück Lebensfreude und Gemeinschaft. Und das ist schließlich das, was unsere Region so besonders macht.

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