Inklusion im Spiel: Marco Weissengruber bringt Menschen zusammen
In St. Veit, einem kleinen Ort in Österreich, blüht die Inklusion auf überraschend lebendige Weise. Marco Weissengruber, 23 Jahre alt, ist ein echter Vorreiter, wenn es um die Verschmelzung von Sport und Gemeinschaft geht. Nach seiner Ausbildung zum Fach-Sozialbetreuer Behindertenarbeit an der Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe hat er ein Abschlussprojekt auf die Beine gestellt, das nicht nur ihm, sondern der gesamten Community zugutekommt. Mit einem inklusiven Fußballspiel, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam den Ball kickten, hat er ein Zeichen gesetzt. Da geht’s nicht um die sportliche Leistung, sondern um Respekt, Freude und die Gemeinschaft!
Marco, der selbst langjähriger Vereinsspieler und ehemaliger Nachwuchstrainer ist, hat die Bedeutung von Sport für Menschen mit Behinderungen schnell erkannt. In seinen Trainingseinheiten, die er zusammen mit einem Behindertensportverein gestaltete, geht es weniger um den Wettbewerb und viel mehr um das Miteinander. Sport verbindet, egal ob mit oder ohne Einschränkungen – das ist seine Botschaft. Und so fand das inklusive Fußballspiel sogar als Vorspiel der Kampfmannschaft der Union St. Veit statt. Wie cool ist das denn? Die Zuschauer waren begeistert, die Spieler strahlten vor Freude und der Platz war erfüllt von einer positiven Energie, die man fast greifen konnte.
Gemeinsam stark
Das Besondere an Marcos Initiative ist die Überzeugung, dass auch kleine Ideen Großes bewirken können. Er plant, im Oktober ein Studium in Sozial-, Public- und Non-Profit-Management an der FH Oberösterreich zu beginnen. Bis dahin ist er ehrenamtlich im Trainerteam des Behindertensportvereins aktiv. Sein Engagement ist ein schönes Beispiel dafür, wie man mit Leidenschaft und Hingabe positive Veränderungen in der Gesellschaft anstoßen kann.
Der Sport hat die einzigartige Fähigkeit, Vorurteile abzubauen und Berührungsängste zu verringern. Das zeigt sich nicht nur in St. Veit, sondern ist ein deutschlandweites Phänomen. Gemeinsam Sport zu treiben, wird immer mehr als selbstverständlich angesehen. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland 2009 unterzeichnet hat, gibt den Rahmen vor, doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Menschen mit Behinderung nehmen nicht am Sport teil, oft aufgrund fehlender inklusiver Angebote oder mangelhafter Zugänglichkeit von Sportstätten. Das zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um die Teilhabe für alle zu gewährleisten.
Ein Blick in die Zukunft
Marco Weissengruber ist mit seiner Aktion ein Lichtblick in der Landschaft des Sports für Menschen mit Behinderungen. Die Strukturen des organisierten Sports haben sich zwar zum Positiven gewandelt, doch der Weg ist noch lang. Sportvereine sind aufgerufen, sich aktiv für Inklusion einzusetzen. Aktionspläne sind vorhanden, jedoch bleibt die Umsetzung oft auf der Strecke. Umso wichtiger sind Initiativen wie die von Marco, die zeigen, dass es auch anders geht. Es liegt an uns allen, Barrieren abzubauen und Räume zu schaffen, in denen jeder Mensch, unabhängig von seinen Fähigkeiten, willkommen ist.
Herzliche Glückwünsche an Marco – weiter so! Die Zukunft des Sports in Österreich ist inklusiv, und mit jedem Kick, jedem Pass und jedem Lachen kommt man dem Ziel ein Stück näher.
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