In Ried im Innkreis gibt es derzeit Bestrebungen, den Schulweg zur Riedbergschule sicherer zu gestalten. Die Stadt plant, neue Verkehrsleiteinrichtungen einzuführen und das bestehende Fahrverbot im Maria-Montessori-Weg aufzuheben. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Sicherheitswache von gefährlichen Situationen während der Schulwegsicherung in der Kasernstraße berichtet hat. Hier stellt sich insbesondere die Sichtbarkeit des Zebrastreifens vor dem Bahnübergang als problematisch dar, da er schwer einsehbar ist und die Geschwindigkeit von 50 km/h in diesem Bereich in Frage gestellt wird.
Besonders zu Schulbeginn ist die Kasernstraße oft zugeparkt, was die Situation für die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, zusätzlich erschwert. Eltern parken häufig in der Nähe des Schutzweges, um ihre Kinder zur Schule zu bringen. Auch der Maria-Montessori-Weg wird zu Stoßzeiten von Schulbussen und Lieferfahrzeugen befahren, was den Schulweg gefährlicher macht. Der Verkehrsausschuss hat daher vorgeschlagen, einen Poller an der Einfahrt aus der Kasernstraße zu montieren, um die Verkehrssituation zu entschärfen.
Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
Um die Sicherheit der Schüler zu erhöhen, empfiehlt es sich, den Maria-Montessori-Weg nicht mehr zu befahren und stattdessen eine Zufahrtsstraße zur Schule neben der Norma-Einfahrt zu nutzen. Neue Markierungen sollen dazu beitragen, die Geschwindigkeiten im Schulwegbereich zu verringern, auch wenn eine 30er-Beschränkung vorerst nicht geplant ist. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Auflassung des Kraftfahrverbots im Maria-Montessori-Weg bei der Bezirkshauptmannschaft zu beantragen. Dies könnte einen positiven Einfluss auf die Verkehrssituation vor der Schule haben.
Die Verkehrssicherheit ist nicht nur ein wichtiges Thema für die Stadt Ried, sondern auch für die Schulen selbst. An vielen Schulen, wie beispielsweise der Grundschule „Am Pistorhof“, wird bereits aktiv für mehr Sicherheit gesorgt. Hier werden die Kinder der ersten Jahrgänge zum Schulstart von der Polizei unterstützt und erhalten Unterricht über richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Themen wie sicheres Überqueren der Straße und Verhalten an Ampeln stehen auf dem Lehrplan. Zudem werden kostenlose Warnwesten für die dunkle Jahreszeit verteilt.
Praktische Schulungsangebote für Kinder
Für die Jahrgänge 3 und 4 findet ein Radtraining auf dem Schulhof statt, bei dem die Kinder wichtige Fertigkeiten auf einem ADAC-Fahrradparcours erlernen. Sie erfahren auch, was der „tote Winkel“ bei einem Lkw ist, was für ihre Sicherheit von großer Bedeutung ist. Die Fahrradprüfung, die die Viertklässler im Straßenverkehr absolvieren, wird ebenfalls von Schulpolizisten begleitet. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da im Jahr 2022 in Deutschland 25.806 Kinder im Straßenverkehr verunglückten, wovon 51 Kinder tödlich verletzt wurden.
Die Verkehrssituation vor der Schule bleibt jedoch herausfordernd. Trotz eines absoluten Halteverbots kommt es häufig zu unerlaubtem Anhalten von Autos, was die Gefährdung der Kinder erhöht, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. Eltern haben bereits durch die Einführung einer Schulstraße in der Straße „Am Pistorhof“ reagiert, die motorisierte Fahrzeuge in den Zeiträumen von 7:45-8:15 und 14:45-15:15 sperrt. Ziel ist es, die Sicherheit für alle Kinder und Familien auf dem Schulweg zu erhöhen.
Zusätzlich organisieren Eltern „Walking Bussen“, um Kinder sicher zur Schule zu begleiten. In der Nähe der Schule wurden auch Kiss-&-Ride-Zonen eingerichtet, um den Eltern ein sicheres Aussteigen ihrer Kinder zu ermöglichen. Diese Initiativen sind ein Schritt in die richtige Richtung und zeigen, wie wichtig das Thema Verkehrssicherheit für die Gemeinschaft ist.