In Ried im Innkreis, wo die Fußballleidenschaft zu Hause ist, sorgte das jüngste Oberösterreich-Derby zwischen der SV Oberbank Ried und dem LASK für jede Menge Gesprächsstoff. Am 18. März fand das mit Spannung erwartete Cup-Halbfinale in der ausverkauften BWT Oberösterreich Arena statt. 7300 Zuschauer waren gekommen, um das Duell der beiden Lokalrivalen zu verfolgen. Und ja, es war kein gewöhnliches Spiel – von Anfang an war die Luft zum Schneiden, die Mannschaften brannten darauf, zu zeigen, was sie draufhaben. Die Rieder hatten zunächst gute Chancen, doch der LASK schaffte es, im Laufe des Spiels besser ins Spiel zu kommen und schließlich in die Verlängerung zu gehen.
Am Ende musste die SV Ried jedoch eine 2:1-Niederlage hinnehmen, und das nicht ohne Drama. Der LASK-Trainer Didi Kühbauer und Ried-Coach Maximilian Senft gerieten nach dem Schlusspfiff aneinander. Kühbauer verweigerte Senft den Handschlag und begründete dies mit der Behauptung, Senft habe seine Spieler mit einem „Rudel, Rudel“ zu einer Rudelbildung aufgefordert. Ein Vorfall, der für viele als unsportlich wahrgenommen wurde und gemischte Reaktionen auslöste. Manche LASK-Spieler feierten den Sieg, während andere das Verhalten ihres Trainers kritisierten. Ob das negative Auswirkungen auf Kühbauers Image haben wird? Man wird sehen.
Ein neuer Star: Rudl, die Vereinskatze
Doch während die Menschen über das Geschehen auf dem Platz diskutieren, gibt es eine kleine Sensation abseits des Fußballfeldes. Nach dem Spiel tauchte eine junge, schwarze Katze im Getränkelager der SV Ried auf und wurde schnell zur neuen Maskottchen der Mannschaft. Anfangs scheu und nicht so einfach einzufangen, hat sich die Katze nun zu einem echten Dauergast in der Geschäftsstelle entwickelt. Sie trägt den Namen „Rudl“, inspiriert von der Aufregung während des Cupspiels und ist die erste offizielle Vereinskatze der SV Ried, die 1912 gegründet wurde.
Rudl wurde bereits mehrfach beim Tierarzt untersucht, gechippt und sterilisiert. Die erfahrene Katzenbesitzerin Andrea Schwendtner, die im SVR-Sekretariat arbeitet, hat sich ihrer angenommen und hilft bei der Erziehung. Das Katzenhaus, das Rudl im Lager der SV Ried hat, dient ihr als Rückzugsort an Spieltagen, an denen sie nach dem Spiel durch die Kantinen streift, auf der Suche nach Snacks. Es ist eine kleine, aber feine Ablenkung von den intensiven Fußballwochen.
Ein Blick auf die Liga
Nachdem der Traum vom Cupfinale für die Rieder geplatzt ist, muss sich die Mannschaft nun auf die Liga konzentrieren. Konflikte, die im Fußballteam entstehen – sei es zwischen Spielern oder bei der Umsetzung von Trainingsinhalten – sind nicht selten. Das weiß man auch in Ried. Die Dynamik innerhalb eines Teams kann schnell kippen, und die Herausforderungen sind vielfältig. Das Forum, in dem Trainer ihre Erfahrungen und Probleme austauschen, hat mittlerweile über 1.400 Themen und 37.000 Beiträge versammelt. Hier wird nicht nur über die großen Spiele diskutiert, sondern auch über alltägliche Schwierigkeiten, die in der Teambetreuung auftreten können.
Es bleibt spannend, wie sich die SV Ried in den kommenden Wochen schlagen wird und ob Rudl, die kleine Vereinskatze, zum Glücksbringer wird. Die Fans sind gespannt und hoffen auf bessere Ergebnisse in der Liga – und vielleicht auch auf das nächste Derby, das sicher wieder für reichlich Aufregung sorgen wird!