Am Pfingstmontag um 17 Uhr ist es endlich so weit: Die SV Oberbank Ried trifft im Rückspiel des BL-Conference-League-Playoff-Finales auf den SK Rapid. Nach dem ersten Duell, das Ried mit 2:1 für sich entscheiden konnte, stehen die Zeichen ganz klar auf Sieg. Doch der Weg dorthin ist alles andere als einfach. Maximilian Senft, der Cheftrainer der Rieder, wird in seiner Heimatstadt Wien sein letztes Spiel an der Seitenlinie leiten. Ein emotionaler Moment, der für viele Erinnerungen sorgt.
Senft, geboren am 4. August 1989 in Wien, übernahm die Cheftrainerposition der SV Ried im März 2023 und hatte zuvor die zweite Mannschaft geleitet. Trotz des holprigen Starts – in 13 Bundesliga-Spielen gelangen Ried nur ein Sieg, dazu kamen sechs Unentschieden und sechs Niederlagen – blieb der Verein ihm treu und plante einen „Zwei-Jahres-Plan“ für die Rückkehr in die Bundesliga. Die Geduld hat sich ausgezahlt, denn die Saison 2024/25 endete mit dem Aufstieg. Und jetzt? Ein Sieg gegen Rapid würde den Einzug in die zweite Qualirunde der UEFA-Conference League bedeuten – ein echter Kracher!
Ein Trainer mit Geschichte
Senft ist kein Unbekannter im heimischen Fußball. Seine Trainerkarriere begann er als Jugendtrainer bei SV Leobendorf und führte über verschiedene Stationen, unter anderem bei SC Pinkafeld und im Assistenzbereich bei namhaften Vereinen wie Austria Wien, bis zu seiner Rückkehr nach Ried. In seinen 116 Spielen als Cheftrainer bei Ried erzielte er einen Punkteschnitt von 1,72 – was ihn zur längsten Amtszeit seit Paul Gludovatz macht. Da kann man schon stolz sein!
Doch der Fokus liegt jetzt auf dem Spiel gegen Rapid. Senft hat in den letzten Tagen betont, wie positiv er die Leistung seiner Mannschaft im Hinspiel fand. Das gibt Auftrieb, nicht zuletzt, weil Bolla und Cvetkovic bei Rapid möglicherweise ein Comeback feiern könnten. Sollbauer könnte ebenfalls im Kader stehen, während Antonio Van Wyk verletzungsbedingt ausfällt. Die Vorzeichen sind also gemischt, aber das macht die Sache nur spannender.
Ein Herzensprojekt geht zu Ende
Für Senft ist dieses Spiel besonders emotional, nicht nur, weil es sein letztes als Cheftrainer sein wird, sondern auch, weil er in Wien aufwuchs und die Stadt ihm sehr am Herzen liegt. Er hat sich von der Jugend bis zur Cheftrainerposition hocharbeiten müssen und dabei viele Höhen und Tiefen erlebt – sowohl als Spieler als auch als Trainer. Die Unterstützung, die er vom Verein erhielt, war nicht immer einfach, aber er hat nie aufgegeben. Das ist bewundernswert!
Jetzt, da alle Augen auf das Spiel gerichtet sind, liegt der Druck auf beiden Seiten. Rapid wird alles daran setzen, um die Wende zu schaffen. Für Ried hingegen geht es darum, die Zitrone – wie Senft es so schön ausdrückt – komplett auszupressen. Ein Sieg könnte nicht nur die nächste Runde der UEFA-Conference League bedeuten, sondern auch ein starkes Zeichen für die Zukunft des Vereins setzen.
Es bleibt spannend! Die Rieder Fans werden mit Sicherheit alles geben, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Und wer weiß, vielleicht wird dieser Tag für die SV Ried und Maximilian Senft zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Vorfreude ist greifbar, und die Hoffnung auf einen Sieg schwebt in der Luft.