Ried im Innkreis hat einen seiner größten Sporthelden verloren. Richard Dieß, der langjährige Landestrainer im Skispringen und Entdecker des großartigen Andreas Goldberger, ist am 16. Juni im Alter von 93 Jahren verstorben. Geboren am 17. November 1933 in Senftenbach, hinterlässt er ein Erbe, das im österreichischen Skispringen seinesgleichen sucht. Dieß war mehr als nur ein Trainer; er war ein Pionier, ein Mentor und ein leidenschaftlicher Förderer des Nachwuchssports.

Die Geschichte von Richard Dieß ist eine von Engagement und Hingabe. Bevor er 1969 Landestrainer wurde, war er als ÖBB-Beamter und Bahnmeister in Frankenmarkt und Ried im Innkreis tätig. Der Sprung ins kalte Wasser kam für ihn mit 20 Jahren, als er seinen ersten Wettkampfsprung absolvierte und sogleich in den Landeskader aufstieg. „Ich sah mich selbst als besseren Trainer als Springer“, pflegte er zu sagen. Diese Bescheidenheit und sein unerschütterlicher Glaube an die Talente, die er trainierte, machten ihn zu einer prägendem Figur im österreichischen Skispringen.

Eine Ära des Erfolgs

Dieß‘ Trainerkarriere war gespickt mit Erfolgen. 1983 gewann Bernhard Zauner Bronze bei der Junioren-Weltmeisterschaft und setzte damit den ersten großen Meilenstein für Dieß‘ Trainerlaufbahn. Doch der wahre Durchbruch kam 1992, als Andreas Goldberger, unter Dieß‘ Anleitung, in die Fußstapfen des Erfolgs trat. Goldberger wurde nicht nur ein Name, sondern eine Legende im Skispringen. Auch andere Athleten wie Franz Neuländtner und Werner Rathmayr, die unter Dieß trainierten, konnten sich über zahlreiche Weltcupsiege und Medaillen freuen. Neuländtner beispielsweise feierte zwei Weltcupsiege und holte sich auch zwei Medaillen bei Weltmeisterschaften.

Es ist beeindruckend, wie Richard Dieß bis ins hohe Alter dem Sport treu blieb. Sein letzter Sprung mit 80 Jahren in der Masters-Klasse ist ein Beweis für seine Leidenschaft. Oft wurde er als exzellenter Trainer und Wegbereiter angesehen, und das zu Recht. Er war ein Meister der Motivation und wusste, wie er seine Schützlinge anspornen konnte, immer ihr Bestes zu geben.

Ein Vermächtnis für die Zukunft

Sein Geheimnis für ein langes und erfülltes Leben war einfach: täglicher Sport und gesunde Ernährung. Richard Dieß feierte erst vor kurzem die diamantene Hochzeit mit seiner Frau Margareta und besuchte bis zuletzt regelmäßig Veranstaltungen im Sportbereich. Sein Sohn Alexander Dieß folgt in die Fußstapfen seines Vaters und ist ebenfalls erfolgreicher Skisprung-Trainer. Ein echtes Familienerbe, das im österreichischen Sport weiterlebt!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Sein Einfluss auf das Skispringen in Oberösterreich kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Landeshauptmann Thomas Stelzer und der Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner würdigten Dieß kürzlich als prägende Persönlichkeit und Vorbild im Skisport. 1993 erhielt er das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich – eine Ehrung, die seine Verdienste um den Sport auf eindrucksvolle Weise unterstreicht.

Richard Dieß wird in Erinnerung bleiben als ein Mann, der den Höhenflug der oberösterreichischen Skispringer maßgeblich mitgestaltet hat. Sein Erbe lebt weiter, und die Skisprung-Adler werden in seinem Sinne weiterfliegen. Ein großer Verlust für die Sportgemeinschaft, aber ein noch größerer Schatz an Erinnerungen und Inspiration für alle, die ihn gekannt haben.

Technisch repräsentiert unser neues Magazin-System den aktuellen Stand der Technik für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und für die Redaktion langfristig wartbar. Die Umsetzung dieser hohen Standards wurde von Daniel Wom / VeloCore mit dem Anspruch realisiert, eine langlebige und zukunftssichere Lösung zu schaffen.