Am 16. Mai 2026, im Stadion Schnabelholz in Altach, fiel ein spannendes Fußballspiel zwischen dem SCR Altach und der SV Oberbank Ried. Mit 4.700 Zuschauern in den Rängen war die Stimmung prächtig, auch wenn die Fans der Rieder nach dem Schlusspfiff sicher nicht ganz zufrieden waren. Denn das Spiel endete mit einer 2:0-Niederlage für die SV Ried.
Von Beginn an war klar, dass Altach offensiv ans Werk ging und die Rieder unter Druck setzte. In den ersten zehn Minuten passierte allerdings nicht viel, nur ein harmloser Einwurf von Maart in der 12. Minute, der nichts einbrachte. Doch bald darauf meldete sich Altach mit einem Schuss von Patrick Greil zu Wort, der aber von Hristic abgeblockt wurde. Ried hatte in der 19. Minute eine eigene Chance, als Scherzers Kopfball nach einer Ecke von Nasrawe aber über das Tor ging. Es war ein munteres Hin und Her, und beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten.
Die Wendepunkte des Spiels
In der 36. Minute dann der erste große Aufreger: Wernitznig erzielte ein Tor für Ried, doch der VAR stellte fest, dass ein Handspiel vorangegangen war. Ein bitterer Rückschlag für die Rieder, die sich in dieser neuformierten Mannschaft, in der gleich sieben Stammspieler aus der Startelf rotiert wurden, gerade erst finden mussten. Altach hatte zwar Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, doch Torchancen konnten sie nach wie vor kreieren – Demaku und Greil waren immer wieder gefährlich.
Die Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachte schließlich die Entscheidung für Altach, als Greil einen Elfmeter verwandeln konnte – die 1:0-Führung (45.+5 Minuten) war gefallen. Die Rieder hatten sicherlich gehofft, mit einem Unentschieden in die Pause zu gehen, doch das Schicksal wollte es anders. Die zweite Halbzeit startete mit einer Ecke für Altach, die jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führte.
Ried in Unterzahl
Die 69. Minute brachte für Ried das nächste Unglück, als Martin Rasner nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde. Ein Rückschlag, der das Unterfangen, das Spiel noch zu drehen, erheblich erschwerte. Nur wenige Minuten später folgte ein weiteres Handspiel von Wernitznig im eigenen Sechzehner, das zu einem zweiten Elfmeter für Altach führte. Massombo ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte zum 2:0 (75. Minute).
In der Schlussphase der Partie passierte nicht mehr viel. Ried versuchte zwar, Druck auszuüben, doch die Ecken in der 85. Minute brachten keine Gefahr für das Altacher Tor. Ein Freistoßversuch von Mutandwa wurde ebenfalls zur Ecke abgefälscht – mehr als ein müdes Aufbäumen war nicht mehr drin. Das Spiel endete mit 2:0 für SCR Altach, und die Rieder mussten die bittere Pille der Niederlage schlucken.
Elfmeterstatistiken und ihre Bedeutung
In der laufenden Bundesliga-Saison wurden in insgesamt 306 Partien bereits 109 Elfmeter gegeben, was einer Trefferquote von 78,9 % entspricht. Bei dieser Partie war es besonders auffällig, dass beide Tore durch Elfmeter erzielt wurden. Das zeigt, wie entscheidend solche Situationen sein können und wie sie den Verlauf eines Spiels maßgeblich beeinflussen. Vor allem für Ried, die sich als Qualigruppensieger der Bundesliga-Saison 2025/26 für das BL-Europacup-Play-off-Halbfinale qualifiziert hatten, wäre ein anderes Ergebnis wichtig gewesen, um das Heimrecht zu sichern.
Am Ende bleibt festzuhalten, dass SCR Altach sich in diesem Spiel als die reifere Mannschaft erwies, während Ried in einer neuformierten Truppe noch auf der Suche nach der optimalen Spielweise ist. Die Fans können nur hoffen, dass die nächsten Spiele besser laufen und die Mannschaft aus ihren Erfahrungen lernt.