In der malerischen Gemeinde St. Georgen an der Gusen gibt es eine frische Brise der Veränderung. Christian Wiesinger, ein gelernter Tischler und erfahrener Sozialpädagoge, hat die Leitung der Lebenshilfe-Werkstätte übernommen. Seit 2020 ist er bereits Teil des engagierten Teams und hat in dieser Zeit nicht nur viel Erfahrung gesammelt, sondern auch eine zentrale Rolle eingenommen. Der Zivildienst am Landesklinikum Amstetten war nur der Anfang seines Weges. Seither hat er in verschiedenen sozialen Bereichen gearbeitet, darunter die Lebenshilfe NÖ und Jugendcoaching – eine echte Karriere, die mit Empathie und Engagement gepflastert ist.
Ein halbes Jahr nach seinem Eintritt in die Werkstätte übernahm Wiesinger die Stellvertretung der Werkstättenleitung. Das zeigt, wie sehr seine Kollegen ihm vertrauen und wie wichtig seine Beiträge sind. Seine Diplomarbeit, die sich mit Empowerment, Inklusion und Selbstermächtigung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung beschäftigte, spiegelt seine Überzeugungen wider. In der Werkstätte werden 39 Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen in fünf verschiedenen Bereichen gefördert. Hier wird nicht nur gearbeitet; es wird gelebt – in einer Umgebung, die eng mit der Gemeinde und Nachbarschaft verknüpft ist.
Ein junges, dynamisches Team
Das Team in St. Georgen ist jung und voller Ideen! Wo sonst kann man in Keramik arbeiten, die Gartenarbeit genießen oder mit Hunden Therapie erleben? Und wie cool ist es bitte, Boccia zu spielen? Die Vielfalt des Angebots ist einfach beeindruckend. Fünf Stellen in der Integrativen Beschäftigung ermöglichen es den Beschäftigten, bei namhaften Partnerbetrieben wie Penny, Agevita und Bellaflora praktische Erfahrungen zu sammeln. Das ist nicht nur ein Job – das ist Teilhabe am Leben.
Wiesinger legt großen Wert auf Selbstbestimmung. Die Beschäftigten dürfen selbst entscheiden, an welchen Aktivitäten sie teilnehmen möchten. Neue Ideen werden ernst genommen, und das schafft ein Gefühl von Wertschätzung und Zugehörigkeit. Es ist einfach wichtig, dass jeder das Gefühl hat, gehört zu werden, nicht wahr? Ein Sommerfest am 26. Juni steht auch schon in den Startlöchern, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Eine großartige Gelegenheit, die Gemeinschaft zu feiern und die tollen Dinge zu zeigen, die in der Werkstätte entstehen.
Inklusion als Schlüssel zur Teilhabe
Inklusion ist mehr als nur ein Begriff – es ist eine Haltung. Es gibt zwar keine verbindliche Definition, aber im Kern geht es darum, allen Menschen, insbesondere jenen mit Behinderungen, eine gleichberechtigte Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache beschreibt Inklusion als die natürliche Zugehörigkeit aller Menschen, unabhängig von Aussehen, Sprache oder Behinderung. Es ist also nicht nur eine Frage des Individuums, sondern auch der Gesellschaft. Institutionen müssen sich öffnen und an die Bedürfnisse aller anpassen.
Der Abbau von Barrieren – seien sie nun institutionell, räumlich oder sozial – ist von entscheidender Bedeutung. Ein Beispiel aus der Vergangenheit zeigt, wie weit wir gekommen sind: Bis 2017 waren viele Menschen mit Behinderungen vom Wahlrecht ausgeschlossen. Der Diskurs um Inklusion hat sich im Laufe der Jahre von einem Fokus auf Behinderung hin zu einem breiteren Verständnis von Vielfalt und Diversität gewandelt. Es wird klar, dass Inklusion nicht nur Bildung betrifft, sondern auch Bereiche wie Wohnen, Arbeit und Gesundheit.
Wir stehen noch vor vielen Herausforderungen, aber die UN-Behindertenrechtskonvention fördert Inklusion und Teilhabe als menschenrechtliches Prinzip. Zusammengefasst: Teilhabe ist nicht nur ein individuelles Recht, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Und genau hier setzt die Arbeit von Christian Wiesinger in St. Georgen an. Er und sein Team sind Pioniere auf diesem Weg, und das ist einfach großartig.