Am 21. Mai 2026 war es endlich so weit: Der erste Schulacker im Bezirk Perg wurde feierlich eröffnet. Das Projekt, das in Kooperation zwischen Acker Österreich und der Sparkasse OÖ entstand, hat das Ziel, die Kinder der Volksschule Perg in die Welt der nachhaltigen Bildung und gesunden Ernährung einzuführen. Man könnte sagen, es ist eine echte Win-win-Situation – für die Kids, die Natur und die Gesellschaft!

Mit viel Enthusiasmus säen, pflanzen und pflegen die Schüler ihr eigenes Gemüse: Karotten, Salate und Tomaten sprießen unter ihren Händen. Der Schulacker ist mehr als nur ein Stück Erde; er ist ein lebendiger Lernort, der den Kindern einen unmittelbaren Zugang zur Natur, zu Ernährungsthemen und sogar zum Klimaschutz bietet. Christoph Musik, der Gründer von Acker Österreich, hebt die immense Bedeutung des Projekts hervor. Es geht darum, ein Verständnis für Ernährung und nachhaltiges Handeln zu entwickeln. Und das, so Musik, geschieht durch das Lernen mit den eigenen Händen – von der Saat bis zur Ernte und darüber hinaus zur Vermarktung.

Ein neuer Weg zur Bildung

Andrea Starzer, die Direktorin der Volksschule Perg, spricht von einem wertvollen Lernort, der den Kindern praktische Erfahrungen mit Lebensmittelproduktion bietet. In einer Zeit, in der vielen Kindern die Naturerfahrungsräume fehlen, ist dieser Schulacker ein Lichtblick. Ein achtsamer Umgang mit der Natur wird hier gefördert, was für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass viele Kinder oft nicht wissen, woher Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. Das Projekt ist also eine echte Antwort auf diese Herausforderungen.

Doch das ist noch nicht alles. Der Schulgartenunterricht ist in Österreich in kaum einem Bundesland fest im Lehrplan verankert. Das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie, das in über 1.000 Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen wird, bietet Lehrkräften die Möglichkeit, auch ohne gärtnerisches Vorwissen einen Schulgarten zu etablieren. Man erhält Unterstützung durch Schulungen, Materialien und sogar persönliche Ansprechpartner. Und das alles, um den Schulgarten in den Regelunterricht zu integrieren und praktische Nachhaltigkeitsbildung zu fördern!

Von der Idee zur Umsetzung

Die Idee der GemüseAckerdemie stammt von Christoph Schmitz, einem Agrarökonomen, der während seiner Elternzeit das Konzept entwickelte. Ihm war es ein Anliegen, den Acker zu den Kindern zu bringen, und so wurde das Konzept in Schulen und Kitas eingeführt. Schmitz erlebte, wie die Begeisterung der Kinder für frische Lebensmittel und Nachhaltigkeit durch den Anbau von 30 Gemüsearten geweckt wurde. Die Kinder lernen nicht nur über verschiedene Gemüsesorten, sondern auch über Lieferketten, natürliche Prozesse und die Vielfalt der Natur. Themen wie Nahrungsmittelverschwendung und Naturschutz stehen ebenfalls auf dem Lehrplan.

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Das Ganze ist nicht nur ein Projekt für die Schulen, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Region bei. Die Sparkasse OÖ hat sich seit 2024 als Förderpartnerin engagiert und wurde dafür mit dem „Civitas Award“ ausgezeichnet. Ein tolles Zeichen für das Engagement in der Region!

Es ist also klar: Der Schulacker in Perg ist nicht nur ein Fleckchen Erde, sondern ein Ort, an dem die Zukunft aktiv gestaltet wird. Hier wachsen nicht nur Pflanzen, sondern auch das Bewusstsein für die Natur und unsere Verantwortung ihr gegenüber. Ein bisschen Erde, ein bisschen Wasser und jede Menge Kinderlachen – das ist die perfekte Mischung für eine nachhaltige Zukunft!