Es ist ein ganz normaler Tag im Großraum Linz, als ein 37-Jähriger beschließt, sich der Polizei zu entziehen. Die Zivilstreife der Autobahnpolizei hat ihn auf der A1 Westautobahn in Richtung Salzburg beobachtet. Was dann folgt, ist ein wahres Geschwindigkeitsdrama. Der Mann überholt mit einer Raserei, die einem die Luft anhalten lässt – 173 km/h im Baustellenbereich, wo nur 80 km/h erlaubt sind. Und das ist erst der Anfang!
Die Polizei gibt ihm klare Anhalteaufforderungen, doch anscheinend kümmert das den Fahrer nicht – er drückt aufs Gaspedal und ignoriert sämtliche Verkehrsregeln. Stattdessen täuscht er ein Verlassen der Autobahn vor und fährt mit über 136 km/h über eine rote Ampel. Das ist nicht nur rücksichtslos, sondern auch gefährlich für andere Verkehrsteilnehmer. Er gab zwar an, dass ihm die Lenkberechtigung entzogen worden war, aber das entschuldigt sein Verhalten in keinster Weise.
Raserei ohne Ende
Die Überhöhung der Geschwindigkeit, die der 37-Jährige an den Tag legte, ist nicht nur ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung – sie könnte auch auf eine Form der Fahruntüchtigkeit hindeuten. Laut Experten gilt, dass überhöhte Geschwindigkeiten oft ein Indiz für Fahruntüchtigkeit sind, besonders wenn kein nachvollziehbares Motiv erkennbar ist. In seinem Fall war die Flucht vor der Polizei wohl das einzige Motiv, das er hatte. Und das lässt andere erhebliche Verkehrsverstöße, wie das Überfahren einer roten Ampel, in einem besonders schlechten Licht erscheinen.
Erst vor kurzem gab es im Straßenverkehr deutschlandweit eine traurige Bilanz: 2.770 Menschen kamen 2024 bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das Bundesministerium für Verkehr verfolgt daher das Ziel der „Vision Zero“ – keine Toten im Straßenverkehr. Dieser Vorfall in Linz zeigt, dass wir alle ein Stück weit verantwortlich sind für die Sicherheit auf den Straßen. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das nur durch gemeinsame Anstrengungen von Staat und Bürgern erreicht werden kann. Die Präventionsmaßnahmen der Regierung, die jährlich mit etwa 15 Millionen Euro gefördert werden, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Doch solche Vorfälle verdeutlichen, wie wichtig es ist, diese Bemühungen ernst zu nehmen.
In diesem Fall wurde das Auto des Fahrers vorläufig sichergestellt, doch die Wahrscheinlichkeit weiterer Anzeigen nach der Straßenverkehrsordnung ist hoch. Vielleicht sollte der 37-Jährige beim nächsten Mal besser darüber nachdenken, ob sich solche wilden Fahrten wirklich lohnen – oder ob er nicht besser die Verkehrsregeln beachtet. Denn Sicherheit auf den Straßen sollte immer an erster Stelle stehen, ganz egal, wie verlockend der Drang nach Geschwindigkeit auch sein mag.