Am 10. und 11. Juli 2026 war es endlich so weit: Bruder David Steindl-Rast feierte seinen 100. Geburtstag im Stift Kremsmünster. Ein Anlass, der nicht nur die vielen Wegbegleiter, sondern auch zahlreiche Interessierte aus aller Welt zusammenbrachte. Es war ein wunderschönes Fest, das mit einem Kolloquium unter dem Motto „Geheimnis des Lebens“ eröffnet wurde. Abt Bernhard ließ es sich nicht nehmen, diesen besonderen Tag einzuleiten, während Univ.-Prof. Brigitte Kwizda-Gredler in beeindruckender Weise das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes beleuchtete.

Bruder David, 1926 in Wien geboren, hat ein bewegtes Leben hinter sich. Nach einem turbulenten Aufwachsen, geprägt von ständiger Todesgefahr während des Zweiten Weltkriegs, trat er 1953 in das Benediktinerkloster Mount Saviour in New York ein. Diese Erfahrungen formten ihn und lehrten ihn, im Jetzt zu leben. Es ist schon bemerkenswert, wie er der Mahnung des Hl. Benedikt folgte, den Tod täglich vor Augen zu haben – eine Lehre, die er auch heute noch an andere weitergibt.

Ein Fest der Dankbarkeit

Die Feierlichkeiten waren nicht nur festlich, sondern auch tiefgründig. Umrahmt von feierlicher Musik, fand eine Choral-Vesper zum Hochfest des Hl. Benedikt statt – einfach ergreifend! Der Abend wurde mit einer Symphonie aus Texten von Rainer Maria Rilke und Liedern für Bruder David abgeschlossen. Stefan Wilkening und Gerard Demattio berührten die Herzen der Anwesenden mit ihren Darbietungen. Es war, als würde die Musik selbst die Dankbarkeit spürbar machen, die Bruder David und viele andere für ihr Leben empfinden.

Der nächste Morgen begann mit einem Morgengebet in der Stiftskirche, ein ruhiger Moment, der den Geist der Zusammenkunft stärkte. Vertreter von Dankbar Leben aus Argentinien, den USA und dem deutschsprachigen Raum berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen mit Bruder David. Er ist für viele ein Lichtblick und ein Beispiel, wie man Dankbarkeit als Schlüssel zur Freude und zum dauerhaften Glück nutzen kann. Seine Botschaft, dass Glück nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern von der inneren Haltung, berührte die Zuhörer.

Ein Leben voller Herausforderungen und Dankbarkeit

Bruder David spricht oft über die Herausforderungen, die Menschen im Leben begegnen – seien es gesundheitliche Probleme oder Konflikte. Er sieht Dankbarkeit als eine Ressource, die uns hilft, in schwierigen Zeiten die Gelegenheiten zu erkennen. „Ein Tag ohne Dankbarkeit ist wie ein Leben ohne Farben“, so beschreibt er es. Diese Sichtweise inspiriert und lässt uns innehalten: Wie oft nehmen wir die kleinen Geschenke des Lebens für selbstverständlich? Es ist die Achtsamkeit, die uns die Augen öffnet.

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In einer Diskussion im Kaisersaal versammelten sich hochkarätige Gesprächspartner wie Prof. Isabelle Brucker, Prof. Sr. Maura Zátonyi und sogar der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Hier wurde lebhaft über die verbindende Religiosität der Menschen und die Rolle der Religionen diskutiert – ein Thema, das Bruder David am Herzen liegt.

Die Festmesse zum Hochfest des Hl. Benedikt, geleitet von Erzbischof Grünwidl, war der krönende Abschluss der Feierlichkeiten. Mit Mozarts Krönungsmesse wurde der Tag gebührend gefeiert. Bruder David, sichtlich bewegt von der Feier und den vielen guten Erfahrungen, bedankte sich persönlich bei allen Anwesenden.

Der Abschluss war ein ganz besonderes Ritual: Weiße Tauben flogen in den Himmel – ein Symbol des Friedens. Es war ein Moment, der die Herzen aller Anwesenden berührte und die Atmosphäre der Dankbarkeit und des Lebensgefühls, die Bruder David so sehr verkörpert, perfekt abrundete.

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