Fritz Hansl: Der strahlende Schülerlotsenopa von Gmunden geht in den Ruhestand
Wenn man durch Gmunden schlendert, wird einem schnell bewusst, wie wichtig die Schulwegpolizisten für die kleinen Bewohner dieser Stadt sind. Mit einem unermüdlichen Einsatz sorgen rund 160 Freiwillige dafür, dass die Kinder sicher zur Schule kommen. An gefährlichen Querungsstellen stehen sie bereit, um beim Überqueren der Straße zu helfen und den Verkehr zu regeln. Unter diesen engagierten Helfern sticht eine Person besonders hervor: Fritz Hansl, der älteste Schulwegpolizist im Bezirk, der bald seinen wohlverdienten Ruhestand antreten wird.
In diesem Jahr feiert Fritz sein 88. Lebensjahr und verabschiedet sich mit Ende des Schuljahres aus dem Lotsendienst. Im Jahr 2013, im zarten Alter von 75 Jahren, begann er seine ehrenamtliche Tätigkeit. Über die Jahre hinweg hat er Tausende von Kindern sicher über die Straße begleitet – ohne einen einzigen Vorfall. Kein Wunder, dass ihm die Kinder und Eltern in Gmunden den liebevollen Titel „Schülerlotsenopa“ verliehen haben. Sein Lächeln ist so strahlend wie ein Sonnenstrahl an einem klaren Sommertag!
Ein Unikat im Ehrenamt
Die Schulwegpolizisten in Gmunden sind ein bunt gemischter Haufen. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 60 Jahren, und rund 80 Prozent der Helfer sind bereits im Ruhestand. Zu den älteren Semestern, die sich um die Sicherheit der Kinder kümmern, zählen neben Fritz auch Peter Hammerschmid, Johann Schatzl und Manfred Majer, die allesamt über 85 Jahre alt sind. In solch einem Umfeld ist das Engagement einer Person wie Fritz besonders bemerkenswert.
Reinhard Held, der Koordinator der Schulwegpolizisten und selbst ehemaliger Polizist, betreut die engagierten Helfer bereits seit fast 30 Jahren. Nach einer erfolgreichen Ausbildung erhalten die Schulwegpolizisten eine Genehmigung von der Gemeinde oder dem Land, die ihnen das Anhalten von Autos erlaubt. Das gibt ihnen die nötige Autorität, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Und das hilft nicht nur den Kleinen, sondern gibt auch den Eltern ein beruhigendes Gefühl!
Ein Abschied mit Wehmut
Am 7. Juli wird Fritz im Gasthof Grünberg offiziell verabschiedet. Ein emotionaler Moment, der für viele ein Stück Gmunden prägen wird. Doch der Abschied bedeutet für Fritz nicht das Ende seines Engagements. Er plant, sich weiterhin sportlich und kulturell zu betätigen und vor allem die Freundschaften zu pflegen, die er in all den Jahren geschlossen hat. Man darf gespannt sein, wie dieser lebendige Geist seinen Ruhestand gestaltet!
Das Ehrenamt hat in Österreich einen hohen Stellenwert. Rund die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren engagiert sich in irgendeiner Form ehrenamtlich. Die Schülerlotsen sind dabei ein ganz wesentlicher Bestandteil, der nicht nur zur Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg beiträgt, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl stärkt. In Niederösterreich sind täglich etwa 1.200 Schülerlotsen im Einsatz. Die Wichtigkeit dieser Tätigkeit wird nicht nur von den Eltern und Kindern geschätzt, sondern auch von den Behörden, die die engagierten Helfer immer wieder loben.
In Gmunden wird die wichtige Arbeit der Schulwegpolizisten nicht vergessen, und die Stadt kann stolz auf die vielen Freiwilligen sein, die sich für die Sicherheit der Kleinsten einsetzen. Die nötige Ausrüstung wird vom Land bereitgestellt und durch Sponsoren finanziert. So können die Helfer bestens ausgerüstet ihren Dienst tun – ein weiterer Beweis für das starke Miteinander in der Gemeinschaft.
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