Tradition trifft Technologie: Gmundner Keramik startet aufregende Kooperation mit Kevin Scott
In Gmunden wird ein neues Kapitel aufgeschlagen! Am Montag unterzeichnete die Gmundner Keramik eine spannende Kooperationsvereinbarung mit Kevin Scott, dem Kopf hinter Behind the Tech Labs (BTTL). Diese Partnerschaft verfolgt ein ambitioniertes Ziel: das österreichische Kulturgut für kommende Generationen zu bewahren und gleichzeitig die Brücke zwischen Tradition und modernen Technologien zu schlagen. Das klingt doch vielversprechend, oder?
Geplant sind technische Neuerungen direkt am Standort, mehr Digitalisierung, eine verbesserte Energieeffizienz und sogar eine Qualitätssicherung, die dank Künstlicher Intelligenz unterstützt wird. So soll die Produktion nicht nur modernisiert, sondern auch zukunftsfähig gemacht werden – ohne dabei den unverwechselbaren Charakter der Gmundner Keramik zu verlieren. Das ist eine Herausforderung, die Markus Friesacher, der Geschäftsführer, mit viel Enthusiasmus angeht. Er sieht in dieser Kooperation eine goldene Gelegenheit, das Handwerk in Gmunden weiterzuentwickeln, während die Wurzeln fest im Boden bleiben.
Ein Herz für die Jugend
Was die Sache noch aufregender macht: Ein zentraler Aspekt der Zusammenarbeit mit Kevin Scott ist die Förderung junger Talente. Scott wird nicht nur als Mentor fungieren, sondern plant auch Kooperationen mit Höheren Technischen Lehranstalten und „Tech Days“. Hier sollen Jugendliche die Vielfalt der keramischen Kunst entdecken. Es ist fast so, als würde die Gmundner Keramik eine neue Generation von Künstlern und Handwerkern heranziehen!
Im Rahmen dieser Partnerschaft sind auch Kunst- und Kulturprojekte vorgesehen. Und das alles kommt nicht von ungefähr. Kevin Scott bringt nicht nur Erfahrung in Künstlicher Intelligenz mit, sondern betreibt auch ein eigenes Töpfer-Studio. Seine Leidenschaft für die Keramik ist also mehr als nur ein Geschäft; sie ist Teil seiner Identität.
Ein kreatives Spektakel mit Ai Weiwei
Kürzlich erregte die Gmundner Keramik auch international Aufsehen, als der berühmte Künstler Ai Weiwei seine Ausstellung „Ai Weiwei – Transcending Borders“ in Bad Ischl präsentierte. In Anwesenheit von Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und Kunsthistoriker Alfred Weidinger erhielten die geladenen Gäste einen ersten Blick auf die außergewöhnlichen Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit der Gmundner Keramik entstanden sind. Ai Weiwei, ein Meister der kreativen Prozesse, besuchte zuvor die Manufaktur in Gmunden, um sich hautnah vom Herstellungsprozess der Keramikunikate inspirieren zu lassen.
Die Ausstellung, die sich über das Marmorschlössl, den Kaiserpark und die Kaiserlichen Stallungen erstreckt, verbindet archäologische Entdeckungen aus der Hallstattzeit mit Ai Weiweis Kunstwerken. Ein besonderes Highlight ist die Installation „Combat Vases“, die aus 175 Keramikhelmen der deutschen Wehrmacht besteht. Hier wird eindrucksvoll das Thema geopolitische Konflikte und historische Kriegsverbrechen behandelt. Ein tiefgründiger Kommentar zur Geschichte, der in der Gmundner Manufaktur unter der Leitung von Keramikmeister Roland Hüttmayr realisiert wurde.
Digitalisierung des Kulturerbes
Um all diese beeindruckenden Entwicklungen zu unterstützen, läuft aktuell das Förderprogramm „Kulturerbe digital“. In den Jahren 2022 bis 2023 wurden zahlreiche Projekte gefördert, um die Nutzbarkeit des kulturellen Erbes in Österreich durch digitale Technologien zu verbessern. Hier flossen Mittel aus der Aufbau- und Resilienzfazilität der Europäischen Union – NextGenerationEU. Es ist eine großartige Initiative, die digitale Sicherung von Sammlungsobjekten und deren Präsentation für die breite Öffentlichkeit zu ermöglichen.
Insgesamt wurden 115 Projekte mit einem Fördertopf, der vollständig ausgeschöpft wurde, unterstützt. Das zeigt, wie ernst es der Gesellschaft ist, unser kulturelles Erbe zu bewahren und für die Zukunft aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Die Gmundner Keramik ist somit nicht nur ein Teil der Tradition, sondern auch ein aktiver Mitgestalter der digitalen Zukunft.
Es bleibt spannend, wie sich die Kooperation mit Kevin Scott weiterentwickeln wird und welche neuen Facetten die Gmundner Keramik durch diese zukunftsorientierten Ansätze entdecken kann. Die Verbindung von Tradition und Innovation könnte hier in Gmunden einen ganz neuen Weg einschlagen!
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