Heute ist der 4.06.2026 und die Vorfreude in Gmunden ist förmlich greifbar. Erwin Steinhauer, der Publikumsliebling und unermüdliche Bühnenkünstler, steht vor einem ganz besonderen Ereignis – seinem 75. Geburtstag, den er im September im kleinen Kreis mit seinen drei Kindern feiern möchte. Doch bevor es so weit ist, bringt er am 20. Juni die Bühne im Stadttheater zum Beben mit seinem neuen Programm „Flieger, grüß mir die Sonne“.
Der Unruhestand, den Steinhauer für sich gewählt hat, ist alles andere als langweilig. „Die Bühne ist mein zweites Zuhause“, sagt er und das merkt man ihm an. Mit einem Charme, der einfach ansteckend ist, präsentiert er Texte von H.C. Artmann, dem Sprachspieler und Chronisten der Wiener Seele. Der Inhalt? Ein Hochstapler mit falscher Identität, der schließlich zum wagemutigen Flieger wird. Zentrale Motive sind die Sehnsucht nach Glück und Freiheit – Themen, die viele von uns in diesen verrückten Zeiten berühren.
Ein Abend voller Musik und Melancholie
Unterstützt wird Steinhauer von drei großartigen Musikern: Georg Graf mit seinen Blasinstrumenten, Joe Pinkl am Keyboard und Posaune sowie Peter Rosmanith, der mit seinen Percussion-Klängen das Ensemble perfekt abrundet. Gemeinsam schaffen sie eine Musik, die Tango, Walzer, Rumba und jazzige Improvisationen vereint. Genau das richtige Rezept für einen unterhaltsamen Abend, der das Publikum zum Schmunzeln und Staunen bringen wird.
„Flieger, grüß mir die Sonne“ ist mehr als nur ein Programm – es ist eine Feier des eigenwilligen Tons von Artmann. Steinhauer bringt die Texte mit seiner präzisen Schauspielkunst, Witz, Ironie und einer Prise Melancholie auf die Bühne. Das Publikum wird eingeladen, in eine Welt einzutauchen, die nicht nur unterhaltsam, sondern auch überraschend ist. Hier wird das Zusammenspiel von Sprache, Schauspiel und Musik zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
Ein Blick in die Seele des Künstlers
Im Interview spricht Steinhauer auch über das Altern und die Veränderungen, die es mit sich bringt. Er betont, dass er nur noch Angebote annimmt, die ihm Freude bereiten. Ehrlich gesagt, das hört man ihm an! Seine Sehnsucht nach dem Meer und der Traum von einer größeren Segeljacht zeigen, dass der Mann auch im Unruhestand noch große Träume hat. Und auch wenn er ein gutes Rhythmusgefühl hat, tanzen? Das hat er hinter sich gelassen – „Das geht sich nicht mehr aus“, schmunzelt er.
Die heutige Kabarettszene vergleicht er mit den Traditionen von Größen wie Gerhard Bronner. „Ich finde es spannend, was sich da entwickelt, aber ich bleibe beim Eigenen“, sagt er. Und das Publikum wird es ihm danken, wenn er am 20. Juni die Bühne betritt. Ein Abend, der nicht nur zum Lachen anregt, sondern auch zum Nachdenken – das ist das, was Steinhauer ausmacht.
Sein Auftritt in Gmunden ist also ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte. Mit jeder Ader seines Seins ist er ein Künstler, der versteht, wie man Herzen berührt. Und so bleibt nur eines zu sagen: Kommt vorbei und feiert mit uns die Kunst, die Freude und vor allem den unermüdlichen Erwin Steinhauer!