Arbeitsmarkt Gmunden: Stabilität mit Lichtblicken und Herausforderungen
Heute ist der 2.07.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation im Bezirk Gmunden. Die Zahlen, die uns aus den letzten Monaten erreichen, zeigen eine interessante Entwicklung. Ende Juni waren 1.543 Personen im Bezirk als arbeitslos vorgemerkt, was einen leichten Anstieg von 30 Personen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Im Großen und Ganzen hat sich die Arbeitslosenquote auf 3,4 % erhöht – ein kleiner Sprung von 3,3 % im Vorjahr. Im Vergleich zu Oberösterreich, wo die Quote bei 4,9 % liegt, und dem bundesweiten Schnitt von 6,9 % bleibt Gmunden jedoch relativ stabil.
Die Verteilung der Arbeitslosigkeit nach Geschlecht ist ebenfalls aufschlussreich. Während 724 Frauen auf Jobsuche sind – ein Anstieg um 41 Personen oder 6 % – verzeichnen die Männer mit 819 eine kleine Abnahme von 11 Personen. Sogar die Altersstruktur zeigt, dass vor allem die Jüngeren betroffen sind. Bei den unter 25-Jährigen sind 171 arbeitslos, was einen Anstieg von 3 % darstellt. Nahezu paradox ist der Rückgang bei den unter 19-Jährigen, wo die Zahlen um 40,6 % gesenkt wurden – ein Zeichen, dass hier vielleicht positive Entwicklungen in der Berufsbildung greifen.
Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt
Ein Blick auf die Dynamik des Arbeitsmarktes im Juni zeigt, dass 460 Personen neu arbeitslos wurden – ein Minus von 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Hingegen beendeten 542 Personen ihre Arbeitslosigkeit, was einen erfreulichen Rückgang von 8,6 % darstellt. Besonders bemerkenswert ist die Zahl derjenigen, die eine neue Stelle finden konnten: 244 Personen gelang dies, was einem Anstieg von 26,7 % entspricht. Das klingt doch nach einem kleinen Lichtblick, oder?
Doch die Herausforderungen bleiben nicht aus. Der Stellenmarkt zeigt einen Rückgang bei den offenen Stellen – insgesamt sind 1.341 Stellen gemeldet, was ein Minus von 263 oder 16,4 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders auffällig ist der Lehrstellenmarkt: 20 Lehrstellensuchende stehen 82 offenen Lehrstellen gegenüber, allerdings ist das ein Rückgang von 32 Stellen oder 28,1 %. Hier spüren wir die Dringlichkeit, den Nachwuchs besser zu fördern und gezielte Angebote zu schaffen.
Schulungen und Unterstützung
Die aktive Betreuung und Schulung ist ein weiterer wichtiger Punkt: 608 Personen sind in Schulungsmaßnahmen des AMS Gmunden. Das bedeutet einen Anstieg von 14,7 %. Insgesamt wurden 2.151 Personen betreut, was sowohl Arbeitslose als auch Schulungsteilnehmende umfasst. Diese Zahlen zeigen, dass das AMS Gmunden aktiv daran arbeitet, Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen. Dennoch wird ein wachsender Bedarf zur Unterstützung von Frauen und langzeitarbeitslosen Menschen erkannt – da ist noch Luft nach oben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Arbeitsmarktlage im Bezirk Gmunden als stabil erweist, trotz der kleinen Rückschläge. Die Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren ist rückläufig, während der Lehrstellenmarkt noch nicht ganz rund läuft. Was die Zukunft bringt? Wir werden sehen. Was bleibt, ist die Hoffnung auf eine weiterhin positive Entwicklung in den nächsten Monaten.
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