In Rust, einem malerischen Ort in Österreich, hat sich eine kleine, aber feine Verkehrssituation ergeben. Im Dezember 2022 beschloss der Gemeinderat, dass Tempo 30 im Ortsgebiet eingeführt werden soll. Doch was dann passierte, sorgt für einige Verwirrung. Im März 2023 wurden die neuen 30er-Zusatzschilder montiert – allerdings unter der Ortstafel! Ein Missgeschick, das Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) nicht unbemerkt ließ. Er kündigte bereits an, die Schilder an die richtige Stelle zu bringen, um die rechtliche Geltung zu gewährleisten. Denn wer möchte schon mit einem Bußgeld konfrontiert werden, nur weil die Schilder nicht korrekt platziert sind?

Das Problem? Es könnte sein, dass Autofahrer, die wegen Geschwindigkeitsüberschreitung angezeigt werden, Einspruch erheben können. Schließlich sind die Schilder nicht ordnungsgemäß montiert. Außerdem gibt es Ausnahmen – die B52 (Rusterstraße) und die L 209 (Oggauerstraße) sind vom 30er-Limit ausgeschlossen. Lustigerweise bleiben einige Schilder im Ort stehen, während andere abmontiert werden. Das Schild beim Kindergarten soll aber auf jeden Fall bleiben. Stagl plant zudem, sich mit der Polizeistation in Rust über Geschwindigkeitskontrollen auszutauschen, damit die Sache auch wirklich in geordnete Bahnen gelenkt wird.

Falsche Schilder und ihre Folgen

In der letzten Zeit ist es nicht nur in Rust zu einem Trend geworden, falsche Verkehrszeichen aufzustellen. Man sieht sie oft vor Schulen und in Wohngebieten, mit Aufschriften wie „Denk daran 30“ oder „freiwillig 30“. Diese Schilder sind nicht amtlich und haben keinerlei Gültigkeit. Aufgestellt werden sie meist von Eltern, Lehrern oder Umweltschützern, die die Sicherheit für Kinder erhöhen und Abgaswerte verringern wollen. Das Problem dabei? Falsche Verkehrsschilder sind nicht bindend und dürfen von Verkehrsteilnehmern ignoriert werden, solange sie klar als nicht amtlich erkennbar sind.

Doch Vorsicht! Wer es wagt, Fake-Schilder aufzustellen, die echten ähneln, könnte mit einem Bußgeld von 15 Euro oder sogar mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wegen Amtsanmaßung rechnen. Auch das Aufstellen von Blitzer-Attrappen ist nicht erlaubt. Verkehrszeichen dürfen nur von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde angeordnet werden, und wer eine Tempo 30 Zone einrichten möchte, sollte sich direkt an die Stadt oder Gemeinde wenden.

Die Relevanz von Geschwindigkeitsbegrenzungen

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nicht nur ein lästiges Übel, sondern sie regeln das gesamte Verkehrsgeschehen. Sie gelten ab dem Zeitpunkt des Schildes und sind bei behördlichen Geschwindigkeitsmessungen bis zu 50 Meter nach dem Schild relevant. Die Unterscheidung zwischen Streckenverbot und Zonenverbot ist ebenfalls spannend. Während ein Streckenverbot nur für einen bestimmten Abschnitt gilt, umfasst ein Zonenverbot auch Nebenstraßen und Einmündungen. Innerhalb geschlossener Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit normalerweise 50 km/h, mit Ausnahmen für Spielstraßen oder besondere Gefahrenbereiche, wo lediglich Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist.

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Die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen können ganz schön ins Geld gehen. Innerorts sind Bußgelder zwischen 15 und 680 Euro möglich, während es außerorts zwischen 10 und 600 Euro sein können. Und wer zu schnell fährt, dem drohen nicht nur Geldstrafen, sondern auch Punkte in Flensburg – ab 21 km/h zu schnell gibt es den ersten Punkt. Also, liebe Autofahrer, Augen auf und immer schön auf die Schilder achten!

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