Am vergangenen Wochenende fand in Freistadt ein ganz besonderer Treffpunkt statt, der viele Naturfreunde und Interessierte anlockte. Sylvia Steininger vom Energiebezirk Freistadt war sichtlich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl, die sich zum gemeinsamen Wandern im Gemeindewald Hammerleiten zusammengefunden hatte. Ungefähr eineinhalb Stunden dauerte die Wanderung, die an der Hundeschule an der Pragerstraße begann und an der gemütlichen Knödelhütte endete. Ein schöner Ort, um nach der Wanderung bei einer deftigen Jause auszuspannen!

Bezirksförster Martin Speta leitete die Gruppe und hatte viel Wissen im Gepäck. Er erklärte, welche Baumarten in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen werden. Ein spannendes Thema, denn der Klimawandel bringt so einige Herausforderungen mit sich. Im innovativen Waldlabor, das sich zwischen der Knödelhütte und der S10 befindet, wurden verschiedene Baumarten gesetzt. Hier wird das Wachstum beobachtet, um die Waldbestände klimafit zu gestalten. Und das ist besonders wichtig, denn die Herausforderungen durch Hitze- und Trockenstress setzen viele Baumarten unter Anpassungsdruck.

Ein Blick in die Zukunft des Waldes

Ein weiteres Highlight der Wanderung war das Areal des geplanten Waldfriedhofs, das Speta den Teilnehmern zeigte. Ab dem 1. November 2023 wird dort die Möglichkeit bestehen, Urnen bestatten zu lassen. Eine sehr nachhaltige und friedliche Art, den letzten Ruheort zu gestalten, findet ihr nicht auch?

Mit Blick auf die derzeitigen Entwicklungen ist es klar, dass sich die standörtlichen und klimatischen Voraussetzungen nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland ändern. Häufigere Schadereignisse wie Sturm, Starkregen und Dürre erhöhen die Unsicherheiten im Waldbau. Die Wahl der richtigen Baumarten ist also entscheidend, um stabile und widerstandsfähige Waldbestände zu erhalten. Die Ziele sind klar: Stabilität in der Klimakrise, Anpassungsfähigkeit und der Erhalt der wichtigen Ökosystemleistungen wie Holzproduktion und Biodiversität.

Der Wald als Lebensraum und Erholungsort

Die Ansprüche der Baumarten an Boden und klimatische Bedingungen müssen erfüllt werden. Hierbei spielt die naturnahe Bestockung eine große Rolle. Die potenziell natürliche Vegetation (pnV) beschreibt den Endzustand der Vegetation ohne menschlichen Einfluss und wird in der forstlichen Planung als wichtige Grundlage genutzt. Doch auch diese pnV-Karten müssen regelmäßig aktualisiert werden, denn die Klimakrise verändert alles.

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Gerade in Zeiten, in denen wir mit einer prognostizierten Temperaturzunahme von 1°C bis 4°C im 21. Jahrhundert kämpfen, sind aktive Waldumbauten notwendig. Das ist kein leichter Job, aber er ist unerlässlich, um unsere Wälder für zukünftige Generationen zu sichern. Die Forstvermehrungsgutgesetzgebung gibt zudem den Rahmen für die Bereitstellung hochwertigen forstlichen Vermehrungsguts vor, damit wir die richtigen Baumarten für die Herausforderungen der nächsten Jahre auswählen können.

Das Projekt „ANALOG“ zum Beispiel identifiziert Regionen, die zukünftig ein ähnliches Klima haben könnten. Und es gibt sogar eine Liste von 101 Baumarten, die als zukunftsfähig gelten, darunter 37 heimische und 39 außereuropäische Baumarten. Das zeigt, dass es nicht nur um den Erhalt des Bestehenden geht, sondern auch um das Entdecken neuer Möglichkeiten, die uns der Wald bietet.

Die Veranstaltung in Freistadt war somit nicht nur eine schöne Wanderung, sondern auch eine wertvolle Informationsquelle über die Herausforderungen und Chancen, die vor uns liegen. Unser Wald ist mehr als nur ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen – er ist auch ein Ort der Erholung und des Lebens für uns Menschen. Jetzt liegt es an uns, ihn zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften.

Hohe Datenschutzstandards und eine saubere technische Architektur schließen sich nicht aus. Unsere neue VeloCore-Plattform ist bewusst plugin-frei und datenschutzfreundlich umgesetzt worden – von Daniel Wom realisiert als klares Bekenntnis zur DSGVO.