Die Luft riecht frisch, die Vögel zwitschern und die Landschaft des Waldviertels breitet sich vor einem aus wie ein wunderschönes Gemälde. Wer sich auf den Bernhardiweg begibt, der hat die Möglichkeit, nicht nur die Natur zu genießen, sondern auch eine innere Reise zu erleben. Der Weg hat mit seinen 125 Kilometern, die beim Zisterzienserstift Zwettl beginnen, einiges zu bieten. Hier verknüpfen sich Spiritualität und Natur zu einem einzigartigen Erlebnis.
Christoph Einfalt hat mit seinem „Rundum-sorglos“-Paket für Wanderer eine geniale Lösung geschaffen, die speziell nach Corona ins Leben gerufen wurde. Morgens werden die Gäste direkt an den Startort der Wanderetappe gebracht, und abends erfolgt die Abholung vom Etappenziel. So bleibt der schwere Rucksack im Gasthof, und man kann mit leichtem Gepäck die wunderschöne Landschaft erkunden. Das ist echt eine Erleichterung, denn mit weniger Gepäck hat man mehr Freiheit, um die Natur wirklich zu genießen.
Der Weg und seine Besonderheiten
Der Bernhardiweg führt durch elf Stiftspfarren in fünf Gemeinden: Zwettl, Schweiggers, Weitra, Großschönau und Groß Gerungs. Die Verbindung von Natur, Geschichte und kulinarischen Genüssen ist faszinierend. Pater Anselm Grün beschreibt den Weg als eine Art Auszeit – einfach dem Gehen überlassen und die Gedanken schweifen lassen. Dabei laden die Kirchen und Wegstationen zur inneren Einkehr und Reflexion ein. Der Slogan „Gönne dich dir selbst!“ kommt hier nicht von ungefähr.
Wer den Weg beschreiten möchte, sollte allerdings eine gute Kondition mitbringen. Die empfohlene Sechs-Tage-Variante mit Etappen von vier bis sechs Stunden ist eine echte Herausforderung, aber die Belohnung ist das Erleben der atemberaubenden Landschaft des Waldviertels. Man begegnet nicht nur der Natur, sondern auch historischen und kulturellen Besonderheiten, die jede Wanderpause zu einem kleinen Abenteuer machen. Und die kulinarischen Köstlichkeiten der Region – ein Genuss für den Gaumen!
Der Bernhardiweg ist mehr als nur ein Wanderweg. Es ist eine Einladung, die eigene Seele zu entdecken und, ganz ehrlich, auch mal abzuschalten. In jeder der elf Kirchen wird man dazu angeregt, innezuhalten und zu reflektieren. Ein echtes Geschenk für alle, die sich auf diese Reise einlassen. Wer hat nicht schon mal von einer solchen Auszeit geträumt?