Am 13. Mai 2026, ein ganz normaler Abend in Wiener Neustadt, hätte man sich wohl nicht träumen lassen, dass die Straßen zum Schauplatz einer aufregenden Verfolgungsjagd werden könnten. Die Polizeiinspektion Burgplatz und die Verkehrsinspektion des Stadtpolizeikommandos waren gerade dabei, routinemäßige Verkehrskontrollen durchzuführen. Im Bereich der Rechten Kanalzeile, wo sich die Leute nach einem langen Arbeitstag auf den Heimweg machten, geschah das Unvorhersehbare.
Um 19:10 Uhr dann – ein Fahrzeug, das nicht anhalten wollte. Stattdessen wendete der Lenker sein Auto und haute einfach ab. Ehrlich gesagt, das ist nicht das, was man nach einem langen Tag erwartet. Der Fahrer, ein 21-jähriger Mann aus dem Bezirk Wiener Neustadt, schien nicht für die Konsequenzen seiner Flucht gewappnet zu sein. Während seiner verzweifelten Flucht beging er gleich mehrere Verkehrsübertretungen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen könnten: Geschwindigkeitsüberschreitungen, riskante Überholmanöver, und das Befahren von Radwegen. Und als wäre das nicht genug, gefährdete er auch noch Fußgänger und seine Beifahrerin. Man fragt sich, was in einem solchen Moment im Kopf eines Fahrers vorgeht.
Die Flucht zu Fuß
In Neudörfl, im Bezirk Mattersburg, stellte der junge Mann sein Auto schließlich in der Pöttschinger Straße ab und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Ein wenig wie in einem Actionfilm, versteckte er sich hinter einem Bus. Doch die Polizisten, die ihn verfolgten, hatten einen klaren Plan und fanden ihn schnell. Ein kurzer, aber intensiver Moment – und schon war die Flucht vorbei. Der 21-Jährige, der keinerlei gültige Lenkberechtigung hatte, wurde festgenommen. Das Ergebnis seiner Flucht? Eine Anzeige bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde und der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.
Natürlich sind solche Ereignisse kein Einzelfall. Polizeikontrollen sind ein fester Bestandteil unserer Straßenverkehrsordnung. Sie dienen nicht nur der Sicherheit, sondern erfordern auch das Vorzeigen von Führerschein und Zulassungsbescheinigung Teil I. Manchmal führt die Nervosität bei Autofahrern dazu, dass sie versuchen, sich der Kontrolle zu entziehen – oft aus Angst vor ernsthaften Konsequenzen, wie etwa einer Alkoholfahrt. Doch das Wegfahren bei einem Polizeihalt kann schnell zu Strafen führen. Laut Bußgeldkatalog kostet das Missachten des Haltgebots satte 70 Euro und zieht einen Punkt in Flensburg nach sich. Für Fahranfänger in der Probezeit kann das sogar zu einem A-Verstoß führen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen
Die rechtlichen Bestimmungen sind klar: Polizeibeamte dürfen Verkehrsteilnehmer gemäß § 36 Abs. 5 StVO anhalten. Und ein einfaches Wegfahren ist zwar nicht gleichzusetzen mit gewaltsamem Widerstand – dafür muss die Gewalt direkt gegen die Beamten gerichtet sein. Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass Widerstand gegen Polizeibeamte auch ohne direkte Gewalt zu Geld- oder Freiheitsstrafen führen kann. Ein Beispiel zeigt, dass sogar die Beschädigung eines Polizeiwagens ohne Verletzungsabsicht nicht immer als Widerstand gewertet wird. In Anbetracht all dieser Aspekte ist es ratsam, dass Autofahrer sich der Kontrolle nicht entziehen und lieber kooperativ bleiben.
Wir hoffen, dass sich solche Stunts wie dieser in Wiener Neustadt nicht wiederholen und dass die Autofahrer die Verkehrssicherheit ernst nehmen. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, dafür zu sorgen, dass unsere Straßen sicher bleiben. Und wer weiß – vielleicht ist der nächste Verkehrskontrolltag ja ein ganz normaler, ruhiger Tag. Das wäre doch eine feine Sache!
Zeugen und unbekannte Opfer, die durch den Pkw-Lenker gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Wiener Neustadt – Burgplatz zu melden (Telefonnummer 059133-3391).