Wiener Neustadt steht vor einer frostigen Herausforderung. Die Eissportvereine der Stadt – von den Eishockeyspielern der Mad Dogs über die Eisschnellläufer der Skate Union bis hin zu den kunstvollen Kunsteisläufern des EWN – sind auf der Suche nach einer modernen Eissportanlage. Derzeit sind sie von April bis Oktober auf die Gunst der Natur angewiesen, da die Friedrich-Fellerer-Kunsteisbahn ohne Dach und somit stark saisonabhängig ist. Die Sportler sehen sich gezwungen, lange Anfahrten auf sich zu nehmen – nach St. Pölten oder Bruck an der Leitha – um anständige Trainingsbedingungen zu finden. Eine unhaltbare Situation, die dringend einer Lösung bedarf!

Die politischen Versprechen der FPÖ aus dem Vorjahr klangen vielversprechend: „Wiener Neustadt bekommt eine neue Eissportanlage“. Doch bisher hat sich wenig getan. Weder Areale noch Konzepte wurden vorgestellt, und die Hoffnung schwindet. Eishockeyvereinsobmann Gerhard Koller, Skate Union Obmann Thomas Nemeth und EWN-Sprecherin Astrid Faber haben sich nun lautstark für eine Halle ausgesprochen, die mindestens 6.000 Quadratmeter für zwei Eisflächen bieten sollte. Sportstadtrat Philipp Gerstenmayer hat versprochen, im Sommer 2025 Details zu einem neuen Projekt, dem „Eissportzentrum“, bekanntzugeben. Aber werden wir bis dahin warten müssen?

Eislaufplatz mit viel Potenzial, aber auch einigen Problemen

Die Dringlichkeit einer neuen Eislaufmöglichkeit wird auch von Stadtoberhaupt Klaus Schneeberger betont. Der aktuelle Eislaufplatz in der Giltschwertgasse erfüllt nicht mehr die modernen Standards und könnte in der neuen Wohnsiedlung „ein-viertel-grün“ auch zu Problemen mit Anrainern führen. Man stelle sich vor, abends fröhliches Eislaufen und dann das Geschrei der Nachbarn – das kann nicht gutgehen! Ein Gipfeltreffen mit der Sportstaatssekretärin ist für Anfang Dezember geplant, um die Situation weiter zu besprechen. Es bleibt abzuwarten, welche Lösungen dabei in den Raum geworfen werden.

Zusätzlich zu den bestehenden Herausforderungen hat eine Bedarfs- und Bestandsanalyse des Landes Niederösterreich gezeigt, dass es in der Region an modernen, wetterunabhängigen Eissportanlagen mangelt. Die Studie, die in Zusammenarbeit mit icons – consulting by students erstellt wurde, hat Engpässe identifiziert und den Sanierungsbedarf der bestehenden Anlagen erfasst. Es zeigte sich, dass Niederösterreich im regionalen Vergleich eine mittlere Position einnimmt, jedoch weniger geschlossene oder wettergeschützte Hallen hat. Der Mangel an Eisstunden ist vor allem im Eisstocksport und im Eishockey spürbar. In den Bezirken Amstetten, Neunkirchen, St. Pölten und eben Wiener Neustadt ist die Nachfrage besonders hoch.

Ein Weg in die Zukunft

Erfreulicherweise haben die Eissportler der Stadt in der Saison 2025/26 beeindruckende 46 Gold-, 23 Silber- und 13 Bronzemedaillen gewonnen. Ein wahrer Erfolg, der zeigt, wie viel Potenzial in den Vereinen steckt! Doch um in Zukunft weiterhin Erfolge feiern zu können, braucht es dringend Investitionen in moderne und energieeffiziente Anlagen. Die Notwendigkeit, die Eissportversorgung in den Regionen zu verbessern, ist offensichtlich. Nur so können wir sicherstellen, dass die Eissportler in Wiener Neustadt nicht nur auf das Wetter angewiesen sind, sondern jederzeit ihren Sport ausüben können.

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Die Zeit drängt und die Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um die Eissportlandschaft in Wiener Neustadt zu revolutionieren. Die Hoffnung bleibt, dass die Verantwortlichen im kommenden Jahr endlich in die Gänge kommen und die Stimmen der Eissportler gehört werden. Denn ganz ehrlich, jeder Eishockeyspieler und jede Eiskunstläuferin hat ein Recht auf eine moderne Halle – und das nicht nur im Winter!