Am 30. April 2026 war es endlich wieder so weit! Ein Fest, das Tradition und modernen Groove miteinander verband, fand in der Innenstadt von Wiener Neustadt statt. Die Vorfreude war greifbar, als die Marching Band „Mammut Horns“ um 15.15 Uhr den Auftakt gab und die Menschen auf den Hauptplatz lockte. Es war ein bisschen wie ein großes Familientreffen, nur mit mehr Musik und einem Hauch von festlicher Aufregung in der Luft.
Das Highlight des Nachmittags war ohne Zweifel das traditionelle Maibaumaufstellen, das um 16.30 Uhr vom Burschenverein „Einigkeit“ Zillingdorf vor dem Alten Rathaus durchgeführt wurde. Während die Männer schwitzend und lachend den Maibaum in die Höhe hievten, sorgte der Musikverein Zillingdorf-Eggendorf zusammen mit den „Mammut Horns“ für die passende musikalische Umrahmung. Die Melodien schwebten durch die Luft und schienen mit jeder Note ein bisschen mehr Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Das war ein Anblick, den man einfach nicht vergisst!
Ein Fest der Sinne
Bürgermeister Klaus Schneeberger selbst ließ es sich nicht nehmen, die Arbeit des Burschenvereins zu loben. „So etwas bringt die Leute zusammen und hält unsere Traditionen lebendig“, erklärte er und strahlte dabei vor Begeisterung. Die Veranstaltung war nicht nur eine Feier des Maibaums, sondern auch eine Hommage an den Internationalen Jazztag. Ein perfektes Zusammenspiel aus Tradition und moderner Musik, das Jung und Alt anlockte.
Der Abend wurde schließlich mit einem Konzert des „Geri Schuller Trio“ im Zentralkino gekrönt. Die Stimmung war entspannt und fröhlich, und der Eintritt auf Basis einer freien Spende war ein schönes Zeichen der Offenheit und Zugänglichkeit für alle. „Das ist einfach nur geil!“, hörte ich jemanden hinter mir murmeln, und ich konnte das Gefühl nur bestätigen. Das Zusammensein, das Lachen, die Musik – das war der Stoff, aus dem schöne Erinnerungen gemacht werden.
Gemeinschaft und Tradition
Die Veranstaltung wurde nicht nur von Stadtmusikdirektor Raoul Herget organisiert, sondern auch von vielen örtlichen Musikern unterstützt, die mit ihrer Leidenschaft und ihrem Talent zur Atmosphäre beitrugen. Die Menschen kamen zusammen, um zu feiern, zu tanzen und einfach die Zeit zu genießen. Man spürte den Zusammenhalt, die Freude. Es war, als ob die ganze Stadt zusammenrückte und eine riesige Familie bildete.
In einer Zeit, in der alles schnelllebig und digital zu sein scheint, sind solche Feste wie ein willkommener Anker. Sie stärken die Gemeinschaft und helfen uns, Traditionen zu bewahren. Man könnte fast sagen, dass der Maibaum und die Musik wie ein Herzschlag sind, der durch Wiener Neustadt pulsiert. Und das ist etwas, was man nicht oft genug feiern kann.