In Wiener Neustadt-Land gibt es einen Grund zum Feiern! Jakob Grabenweger, ein frischer Absolvent, hat seinen Facharbeiterbrief in der Landwirtschaft erhalten. Das ist nicht nur für ihn, sondern für die gesamte Region ein bedeutender Schritt. Er ist einer von 88 Teilnehmern aus Niederösterreich, die die Vorbereitungslehrgänge „Landwirtschaft und Feldgemüsebau“ absolvierten. Diese Kurse, organisiert von der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Niederösterreich (LFA NÖ), bereiteten die Teilnehmer optimal auf die anspruchsvolle Facharbeiterprüfung vor.

Die Ausbildung war alles andere als ein Spaziergang. Jakob und seine Mitstreiter wurden in zentralen Bereichen wie Tierhaltung, Pflanzenbau und Landtechnik geschult. Auch die agrarische Betriebs- und Unternehmensführung fiel dabei in den Lehrplan, was für zukünftige Junglandwirte unverzichtbares Wissen ist. Bei der feierlichen Übergabe des Facharbeiterbriefes waren zahlreiche Ehrengäste anwesend, darunter die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Andrea Wagner, und Anton Hölzl, der Geschäftsführer der Lehrlings- & Fachausbildungsstelle Niederösterreich. Sie überbrachten persönliche Glückwünsche und ermutigende Worte für die neue berufliche Laufbahn.

Förderung der Landwirtschaft

Die Ausbildung ist nur ein Teil eines umfassenden Programms zur Förderung der Landwirtschaft in Österreich. Im Rahmen des Programms „Ländliche Entwicklung 2014-2020“ werden Maßnahmen zur Wissensvermittlung und -übertragung in der Land- und Forstwirtschaft unterstützt. Es werden nicht nur Bildungsmaßnahmen gefördert, sondern auch Austauschprogramme und Betriebsbesichtigungen, was den Teilnehmern die Möglichkeit gibt, praktische Erfahrungen zu sammeln.

Das Landwirtschaftliche Fortbildungsinstitut (LFI) ist der Schlüssel zu diesen Förderungen. Es ist vom Bundesministerium für Landwirtschaft anerkannt und arbeitet an der Umsetzung dieser Maßnahmen. Bei Bewilligung von Förderanträgen kann der Teilnahmebeitrag für berechtigte Personen reduziert werden. Dies gilt für Bewirtschafter:innen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe sowie künftige Hofübernehmer:innen und mitarbeitende Familienangehörige. So wird nicht nur der Wissenstransfer gefördert, sondern auch die Gemeinschaft innerhalb der Landwirtschaft gestärkt.

Zukunftsperspektiven

Diese Bildungsmaßnahmen sind Teil des GAP-Strategieplans (Gemeinsame Agrarpolitik) für die Jahre 2023-2027. Der Fokus liegt auf Wissenstransfer für land- und forstwirtschaftliche Themen. Das LFI Steiermark kümmert sich um die gesamte Förderabwicklung und sorgt dafür, dass die teilnehmenden Personen nur reduzierte Kursbeiträge zahlen müssen. Das ist besonders wichtig für diejenigen, die im Sektor arbeiten oder in die Landwirtschaft einsteigen wollen. Die Anmeldung zu den geförderten Kursen verlangt die Angabe einer landwirtschaftlichen Betriebsnummer, was man sich merken sollte, falls man selbst in den Genuss dieser Förderung kommen möchte.

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Jakob Grabenweger ist somit nicht nur ein neuer Facharbeiter, sondern Teil einer größeren Bewegung, die die Zukunft der Landwirtschaft in Niederösterreich sichert. Diese engagierten jungen Menschen bringen frischen Wind in die Branche – und das ist es, was wir brauchen!