Heute ist der 20.05.2026 und in Wiener Neustadt-Land brodelt es gewaltig in der politischen Landschaft. Der FPÖ-Landwirtschaftssprecher Peter Schmiedlechner hat so richtig Dampf abgelassen und die ÖVP heftig wegen des Mercosur-Abkommens kritisiert. Seiner Meinung nach verrät die ÖVP die heimischen Bauern und öffnet die Tore für gesundheitsgefährdendes Hormonfleisch aus Südamerika. Also, wenn man das so liest, fragt man sich wirklich, was da bei uns gerade abgeht, oder?

Schmiedlechner ist überzeugt, dass die heimischen Landwirte, die jährlich etwa 20.000 Kontrollen über sich ergehen lassen müssen, unter dem Abkommen leiden werden. Während unsere Bauern stark kontrolliert werden, nehmen die Billigfleischimporte aus Brasilien zu – und das ist alles andere als ein gutes Zeichen. Und die Sache wird noch brisanter: Im März wurden in europäischen Supermärkten Rindfleischimporte entdeckt, die mit Antibiotika belastet waren. Man fragt sich da schon, ob wir wirklich wissen, was wir essen!

Die Schattenseiten des Mercosur-Abkommens

Ein weiterer Punkt, den Schmiedlechner anspricht, ist die Verwendung von in der EU verbotenen Wachstumshormonen bei brasilianischen Rindern. Das klingt nicht nur unappetitlich, sondern könnte auch ernste Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung mit sich bringen. Das Mercosur-Abkommen könnte, so seine Warnung, das Bauernsterben beschleunigen und damit die Versorgungssicherheit mit gesunden Lebensmitteln gefährden. Er fordert daher eine klare Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel und einen sofortigen Importstopp für Produkte, die nicht den heimischen Standards entsprechen. Ein berechtigtes Anliegen, wenn man bedenkt, dass die Qualität unserer Lebensmittel auf dem Spiel steht.

Natürlich ist das Thema nicht neu. Bereits 2024 hatten EU-Kontrolleure Lücken im Kontrollsystem bei den Einfuhren von hormonbehandeltem Rindfleisch aus Brasilien dokumentiert. Ein Auditbericht der EU-Generaldirektion Gesundheit (DG Sante) hat diese Lücken bescheinigt. Die EU-Kontrolleure waren sogar vor Ort in Brasilien, um die Kontrollen von Rückständen pharmakologisch wirksamer Substanzen zu bewerten. Und was haben sie gefunden? Brasilianische Behörden haben die geforderten Anpassungen bis heute nicht richtig umgesetzt. Ein Aktionsplan zur Verhinderung des Exports von Rindern, die mit Östradiol-17β behandelt wurden, wurde nicht gemäß den Vorschlägen verwirklicht. Da fragt man sich, wie viel Vertrauen wir in die Qualität der importierten Produkte setzen können.

Ein Appell an die Politik

Schmiedlechner appelliert eindringlich an die Regierung, die Versorgungssicherheit mit gesunden Lebensmitteln zu gewährleisten. Es muss einfach sichergestellt werden, dass alle Lebensmittel die gleichen hohen Qualitäts- und Produktionsstandards erfüllen wie unsere heimischen Produkte. Das ist nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein gesundheitliches Anliegen, das uns alle betrifft. Wer möchte schon beim Einkauf im Supermarkt ständig im Hinterkopf haben, dass das Fleisch, das er kauft, möglicherweise mit Hormonen oder Antibiotika belastet ist? Das kann keiner ernsthaft wollen.

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In Zeiten wie diesen, wo die Diskussion um Qualität und Herkunft von Lebensmitteln lauter wird, ist es wichtig, dass wir als Verbraucher wachsam bleiben. Es ist unsere Gesundheit, die auf dem Spiel steht, und wir sollten uns nicht mit weniger zufrieden geben, als das, was wir verdienen: gesunde, hochwertige Lebensmittel aus unserer Region.