Am 22. April 2026 fand im Sitzungssaal der Bildungsdirektion in St. Pölten eine bewegende Ehrenzeichenverleihung statt, bei der mutige Bürgerinnen und Bürger für ihren außergewöhnlichen Einsatz gewürdigt wurden. Unter den Geehrten waren Nino Haidner und Stefan-Gabriel Stanciu, die im Januar am Nandlgrat am Schneeberg einem Mann das Leben retteten. Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bezeichnete die beiden als „Lebensretter und wahre Helden“, eine Auszeichnung, die nicht leichtfertig vergeben wird.
Während der Zeremonie wurden insgesamt 28 Ehrenzeichen für Verdienste um Niederösterreich verliehen, darunter zwei Rettungsmedaillen, drei Gedenkmedaillen und vier Berufstitel-Dekrete. Die Verleihung fand an einem besonderen Ort statt, da der Landtagssaal derzeit umgebaut wird. Mikl-Leitner nutzte die Gelegenheit, um auf die Herausforderungen der aktuellen globalen Lage hinzuweisen, insbesondere auf den Krieg in der Ukraine, und betonte die Wichtigkeit von Verantwortung und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten.
Engagement für die Gemeinschaft
Ein weiterer zentraler Punkt ihrer Ansprache war der Ausbau erneuerbarer Energien und die Sicherstellung der Versorgung in Niederösterreich. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden auch zentrale Zukunftsthemen angesprochen, wie das Jubiläum „40 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten“ und der Gesundheitsplan 2040+. Neben den zahlreichen Auszeichnungen richtete Mikl-Leitner auch einen herzlichen Dank an die Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich, die in herausfordernden Zeiten unermüdlich für das Wohl der Menschen arbeiten.
Ein weiterer Redner, Karl Albrecht Schröder, sprach stellvertretend für die Geehrten Dankesworte und unterstrich die Bedeutung zivilen Engagements. Solche Taten der Zivilcourage sind nicht nur in Österreich von Bedeutung, sondern zeigen sich auch in anderen Teilen Europas. So wurden etwa in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet, die durch ihren mutigen Einsatz Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen retteten.
Mutige Taten in ganz Europa
Ein Beispiel ist Dennis Hennig aus Soest, der am 22. Dezember 2020 in Bielefeld eine Frau vor einem Angreifer schützte, oder die Schülerinnen Cathy Cuber, Charleen Heinz und Lauralei Schweren-Carnell, die im März 2022 eine Frau vor einem Übergriff bewahrten. Diese Beispiele verdeutlichen, dass Zivilcourage nicht nur eine österreichische Tugend ist, sondern in vielen Ländern gelebt wird. Solche Heldentaten sind ein Zeichen für Zusammenhalt und Menschlichkeit und verdienen höchste Anerkennung.
Die Verleihung der Ehrenzeichen am 22. April 2026 ist somit nicht nur eine Feier des Mutes von Nino Haidner und Stefan-Gabriel Stanciu, sondern auch ein Appell an uns alle, in schwierigen Zeiten füreinander einzustehen und Verantwortung zu übernehmen. Mögen solche Heldentaten uns inspirieren, selbst aktiv zu werden und die Gemeinschaft zu stärken.