In der Dr.-Theodor-Körner-Schule in St. Pölten, eröffnet am 2. April 1955 von niemand geringerem als dem Bundespräsidenten Theodor Körner, finden sich zwei beeindruckende Deckengemälde von Maria Sturm. Die Künstlerin, geboren 1913 in Seitenstetten und verstorben 1996, hat mit ihren Werken einen tiefen Eindruck hinterlassen. Sie zeigt in ihren Bildern die Entwicklung des Kindes zur Mutter und des Knaben zum Ingenieur – ein Abbild der damaligen gesellschaftlichen Rollenbilder, die in den 50er Jahren weit verbreitet waren.

Maria Sturm, eine Frau, die es verstand, ihre Leidenschaft für die Malerei mit der Pädagogik zu verbinden, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und legte 1938 die Lehramtsprüfung für Mittelschulen ab. Die letzten 25 Jahre ihres Berufslebens verbrachte sie am Bundesgymnasium St. Pölten. Ihre Liebe zur Kunst führte sie auch in die Meisterschule für Malerei, wo sie 1943 den Meisterschulpreis der Akademie erhielt. Die Deckengemälde in der Schule sind nicht ihre einzigen Werke; sie schmücken auch mehrere Kirchen und Schulen, darunter die Gruftkapelle des Stiftes Seitenstetten und die Pfarrkirche Ulmerfeld. Ein Hinweis am Eingang der Dr.-Theodor-Körner-Schule mahnt: „Betreten von schulfremden Personen verboten!“ – ein kleiner, aber feiner Teil des Erbes, das hier weiterlebt.

Ein Blick auf Theodor Körner

Wer war dieser Theodor Körner, nach dem die Schule benannt ist? Geboren am 23. September 1791 in Dresden, war er nicht nur ein bedeutender Schriftsteller, sondern auch ein Mann, der in der Zeit der Befreiungskriege lebte. Von klein auf war er von bedeutenden Persönlichkeiten wie Schiller und Goethe umgeben, eine Inspiration für sein kreatives Schaffen. Sein Studium begann er an der Bergakademie Freiberg, aber die Literatur zog ihn schließlich magisch an. Ein wahrer Universalkünstler, der seine Leidenschaft für die Theorie und die Geologie mit poetischen Gedanken verband.

1810, nur 19 Jahre alt, veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband „Knospen“, und schon bald darauf fand er sich in einem Netz aus Freundschaften und literarischen Beziehungen in Berlin wieder. Die Zeit war geprägt von politischen Umbrüchen, und Körner schloss sich dem Lützowschen Freikorps an, bereit, für sein Land zu kämpfen. Er schrieb militärisch-patriotische Gedichte und wurde zum Leutnant befördert. Tragischerweise endete sein Leben viel zu früh – am 26. August 1813 fiel er im Forst von Rosenow. Sein Grab, unter der berühmten Theodor-Körner-Eiche, ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Symbol für den Geist der Freiheit, für den er sein Leben gab.

Die Kunst und das Erbe

Die Verbindung zwischen Kunst und Bildung ist in der Dr.-Theodor-Körner-Schule mehr als nur ein Zufall. Sie spiegelt sich in den Deckengemälden von Maria Sturm wider, die den Kindern nicht nur eine Vorstellung von ihrer eigenen Zukunft vermitteln, sondern auch das Erbe von Theodor Körner ehren. Die Schule, die den Namen eines Mannes trägt, der für Freiheit und Kunst kämpfte, ist ein Ort, an dem Kreativität und Lernen Hand in Hand gehen. Hier wird Geschichte lebendig, und die Kunst erzählt Geschichten von früher, die auch heute noch relevant sind.

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In einer Zeit, in der wir oft nach den Wurzeln unserer Identität suchen, sind solche Orte von unschätzbarem Wert. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, die Vergangenheit zu bewahren, um eine bessere Zukunft zu gestalten. Die Werke von Maria Sturm und das Erbe von Theodor Körner sind Teil dieser gemeinsamen Geschichte, die in den Hallen der Dr.-Theodor-Körner-Schule weiterlebt.