Kleine Bürger, große Träume: Ein Ausflug ins Rathaus der Zukunft
Am Dienstag, dem 16. Juni, war es soweit: Die 3. Klasse der Volksschule Raabs machte sich auf den Weg zum Gemeindeamt. Aufgeregtes Geplapper erfüllte die Luft, als die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin, Birgit Prkna, das Rathaus betraten. Die Vizebürgermeisterin, Margit Auer, und Bürgermeister Franz Fischer begrüßten die jungen Besucher herzlich. Hier, im Herzen der Stadtgemeinde Raabs, sollten die Kinder einen Einblick in die Aufgaben und Abläufe der Gemeinde bekommen.
Die Kids waren mit großem Eifer dabei. Neugierig stellten sie Fragen – und wie! Vom Arbeitsalltag der Angestellten bis hin zu den Herausforderungen, die eine Gemeinde zu bewältigen hat, wollten sie alles wissen. Bürgermeister Fischer nahm sich die Zeit, um ihren Fragen auf den Grund zu gehen und betonte, wie wichtig es ist, die junge Generation aktiv ins Gemeindeleben einzubinden. „Eure Stimmen zählen, und es ist entscheidend, dass ihr gehört werdet“, sagte er voller Überzeugung.
Ein spannender Einblick
Die Exkursion ins Rathaus war nicht nur lehrreich, sondern auch ein kleines Abenteuer für die Schüler. Über die verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltung erfuhren sie, wie viele Menschen im Hintergrund arbeiten, damit alles reibungslos funktioniert. Da wurde der Posten des Bauamts ebenso thematisiert wie die Rolle der Finanzabteilung. „Könnte ich auch mal Bürgermeister sein?“, fragte ein kleiner Junge mit großen Augen. Diese kindliche Begeisterung war ansteckend.
Ein weiterer spannender Punkt war die Vorstellung von Projekten, die speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt werden. Hier kommen Materialien wie Arbeitsblätter, Fragebögen und Toolkits ins Spiel, die es den Kids ermöglichen, aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitzuwirken. Programme wie die Planung einer Kinderkonferenz oder die Wahl eines Kinderbürgermeisters zeigen, wie ernst die Gemeinde es mit der Einbindung der jüngeren Generation nimmt.
Mitgestalten und träumen
Ein besonders kreatives Projekt ist die „Traumstadt Rossau“, wo Kinder mit Legofiguren kleine Filme drehen, um ihre Vision einer idealen Stadt darzustellen. Es ist fast wie ein Spiel, und doch steckt so viel mehr dahinter: Die Kinder lernen, ihre Gedanken und Wünsche zu artikulieren und aktiv an ihrer Umgebung mitzuarbeiten. Da werden Rathaustürme aus bunten Klötzen gebaut und Grundschulen in den Himmel gehoben – alles in ihrer Vorstellungskraft.
Am Ende des Besuchs waren die Kinder nicht nur mit neuen Informationen, sondern auch mit einem Gefühl der Verbundenheit und des Engagements zurückgekehrt. Sie hatten nicht nur einen Ort besucht, an dem Entscheidungen getroffen werden, sondern waren auch Teil einer Gemeinschaft geworden, die sie in die Zukunft einbezieht. Das ist nicht nur wichtig, sondern auch eine wunderbare Grundlage für die Entwicklung einer lebendigen, aktiven Bürgergesellschaft.
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