Ein herzlicher Empfang für die kleinen Wunder dieser Welt! Das Ehrenamtsteam des Pflege- und Betreuungszentrums Waidhofen/Thaya hat Grund zur Freude: Ein neues Leben erblickte das Licht der Welt. Alexander Fidi und seine Partnerin Sophie durften sich über die Geburt ihrer Tochter freuen. Um diesen besonderen Moment zu feiern, wurde ein selbstgemachter Storch ins Leben gerufen – eine kreative Idee, die die Gemeinschaft zusammenbringt.

Willibald Stark, ein Bewohner des Zentrums, zeigte sein künstlerisches Talent, als er den Storch gestaltete und bemalte. Unterstützung bekam er von der FSJ-Mitarbeiterin Emma Wagner, die sicherstellte, dass das handgefertigte Kunstwerk wetterfest lackiert wurde. Mit einem Blumentopf und einem Blumenstock wurde der Storch dann ins Auto geladen, bereit für die Überraschung bei der Familie in Kleinreichenbach bei Schwarzenau.

Gemeinschaft und Mitgefühl leben

Das Team der Ehrenamts- und Alltagsbegleitung, angeführt von Claudia Wimmer, Carola Wögerer und Anita Talamas-Engel, wollte diesen besonderen Anlass nicht alleine gestalten. Sie kontaktierte die ehrenamtlichen Musikanten Karin Hölzl und Otto Hahn, die mit ihren Melodien für eine feierliche Stimmung sorgten. Mit einer bunten Gruppe machten sie sich auf den Weg, um die frischgebackenen Eltern zu besuchen. Willibald Stark und die Bewohnerin Stefanie Dafert waren ebenso Teil dieser herzlichen Truppe.

Bei der Ankunft wurden sie von Alexander Fidi und seinen zwei Schafen, Dunkelmut und Hellmut, empfangen. Letzterer scheint ein echter Fotogenie zu sein, denn er posierte fröhlich für die Kamera von Gerhard Schiegl, der das ganze Ereignis dokumentierte. Nach der Geschenkübergabe und den besten Wünschen gab es einen gemütlichen Plausch im Innenhof, während die kleine Leana Sabine bereits die Herzen der Anwesenden eroberte. Ein echtes Wunder, so klein und doch so bedeutend.

Ehrenamt als Lebenselixier

Solche Aktionen zeigen, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Rund 86 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden von Angehörigen oder Bekannten betreut. Diese Unterstützung hat einen volkswirtschaftlichen Wert von bis zu 200 Milliarden Euro, wie das Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik (GAT) ermittelte. Die diesjährige Aktionswoche unter dem Motto „Aktiv gegen Einsamkeit“ wirft ein Licht auf die unermüdliche Arbeit, die viele Menschen leisten, um die Lebensqualität anderer zu verbessern.

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Staatsministerin Christiane Schenderlein sprach bei der Auftaktveranstaltung des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement über die Bedeutung von Gemeinschaft und Mitgefühl. Sie bezeichnete Einsamkeit als „soziales Gift“, das schleichend in unser Leben eindringt. Es ist daher unerlässlich, dass wir zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen – und das geschieht nicht nur in Waidhofen an der Thaya, sondern überall in Österreich.

Ein Blick in die Zukunft

Der steigende Bedarf an Pflegekräften und ehrenamtlichen Helfern ist unübersehbar. Die Pflegeversicherung fördert zahlreiche Projekte, die darauf abzielen, die Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige weiter auszubauen. Dabei stehen die Verbesserung der Lebenssituation und die Entlastung für die Betroffenen im Vordergrund. Selbsthilfegruppen, die sich neutral und unabhängig zusammenschließen, bieten wertvolle Unterstützung und tragen zur Stärkung des sozialen Netzwerks bei.

In Waidhofen an der Thaya blüht das Ehrenamt auf. Alexander und Sophie Fidi planen bereits, bald die Bewohner des PBZ zu besuchen – ein weiterer Schritt, um die Verbindung zwischen den Generationen und den verschiedenen Gemeinschaften zu stärken. Vielleicht wird auch die kleine Leana eines Tages Teil dieser wunderbaren Tradition von Mitgefühl und Unterstützung, die hier so lebendig ist.