Heute, am 7. Mai 2026, hat sich in Zwentendorf an der Donau ein spannendes Kapitel aufgeschlagen: Die Gründung der SPÖ Ortsfrauen Zwentendorf. Ein Ereignis, das nicht nur Frauen vor Ort zusammenbringt, sondern auch ein starkes Zeichen für die Stärkung der Gemeinschaft und die Sichtbarkeit von Frauenthemen setzt. Die Vorsitzende der Gruppe, Charlotte Vanvankini, steht mit frischem Elan an der Spitze und wird tatkräftig von Silvia Drescher, die sich um die Finanzen kümmert, und Manuela Ladner, der Schriftführerin, unterstützt. Ein großes Dankeschön geht auch an Marion Török, Doris Hahn und Sabrina Felber, die bei der Gründung ihre wertvolle Unterstützung geleistet haben.
In den ersten Gesprächen der frisch gebackenen Ortsfrauen ging es nicht nur um die Ziele der Gruppe, sondern auch um die Herausforderungen, die kleine Betriebe im Bürokratie-Dschungel meistern müssen. Besonders betroffen sind unter anderem die Ein-Personen-Unternehmen (EPU), die oft allein die Verantwortung für alle Pflichten tragen. Ohne Compliance-Verantwortliche oder Rechtsabteilungen bleibt alles an einer einzelnen Person hängen – das ist nicht selten ein echter Kraftakt.
Ein Blick zurück: Die Wurzeln der SPÖ Frauen
Die SPÖ Frauen haben eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1945 zurückreicht, als am 5. September die erste Sitzung des Frauenzentralkomitees stattfand. Rosa Jochmann war damals die erste Frauenzentralsekretärin der Zweiten Republik. Mit der Umbenennung des Frauen-Zentralkomitees in Bundes-Frauenkomitee beim Parteitag 1968 wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt. Von da an war klar: Frauen in der SPÖ sind nicht mehr wegzudenken. In jedem der neun Bundesländer gibt es mittlerweile eine eigene Landesfrauenorganisation, die sich für die Belange von Frauen stark macht.
Die Wahl des Bundesfrauenvorstandes erfolgt alle drei Jahre durch die Bundesfrauenkonferenz. Das Gremium besteht aus bis zu 38 Mitgliedern, die sich engagiert für die Anliegen der Frauen einsetzen. Ein besonderes Highlight war die Einführung des Johanna-Dohnal-Förderpreises, der aus einer Initiative der SPÖ-Frauen im Jahr 2004 entstand. Das zeigt, wie wichtig es ist, Frauen zu fördern und ihnen eine Stimme zu geben – eine Mission, die auch die Ortsfrauen in Zwentendorf verfolgen.
Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen
Die letzten Jahre waren für viele Frauen, insbesondere in der Politik, eine echte Herausforderung. Gabriele Heinisch-Hosek übernahm 2009 den Bundesvorsitz der SPÖ Frauen und hinterließ eine deutliche Spur. Sie wurde 2021 von Eva Maria Holzleitner abgelöst, die sich in einem spannenden Wahlkampf gegen Mireille Ngosso und Elvira Schmidt durchsetzen konnte. Holzleitner hat mit ihrem Engagement neue Impulse gesetzt und zeigt, wie wichtig der Austausch und die Vernetzung unter Frauen ist.
Die derzeitige Situation der EPU verdient besondere Aufmerksamkeit. Diese kleinen Unternehmen sind oft gefangen im Dickicht der Bürokratie, was die Gründung der Ortsfrauen in Zwentendorf umso bedeutsamer macht. Die neue Gruppe könnte hier lokal ansetzen und die Stimmen der Frauen aus der Wirtschaft bündeln, um mehr Gehör für ihre Anliegen zu finden. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln und welche Projekte in Zukunft auf die Agenda kommen werden.