Baustellen-Sommer: Umwege und Geduld auf der Franz-Josefs-Bahn
In Österreich gibt es immer was zu tun. Und mit dem Sommer kommt nicht nur die Urlaubszeit, sondern auch eine Menge Bauarbeiten auf den Schienen. Ein besonders großes Projekt ist derzeit die Baustelle auf der Franz-Josefs-Bahn zwischen Klosterneuburg und Tulln an der Donau. Die Bauarbeiten laufen seit Juli 2023 und werden bis zum 7. September 2026 andauern. Das klingt erst einmal nach einer langen Zeit, und das wird sich auch auf die Fahrgäste auswirken.
Wer regelmäßig mit der S40 von Wien nach Tulln fährt, der muss sich auf einiges gefasst machen. Die Züge der Linie S40 halten nur zwischen Wien Franz-Josefs-Bahnhof und Klosterneuburg-Weidling sowie ab Tulln an der Donau. Zwischen Klosterneuburg-Weidling und Tulln fallen die Züge leider aus. Schienenersatzverkehr wird eingerichtet – das bedeutet, Busse übernehmen die Strecke. Diese Ersatzbusse sind von 4. Juli bis 16. August unterwegs, weil auch Straßenbauarbeiten zwischen Klosterneuburg-Kierling und Tulln gleichzeitig stattfinden. Ganz schön viel los hier!
Fahrplanänderungen und Umleitungen
Die Fahrplanänderungen sind nicht zu unterschätzen. Pendler, die täglich zwischen Klosterneuburg, Tulln und Wien pendeln, sollten ihre Verbindungen vor Fahrtantritt prüfen. Am besten gleich in der ÖBB-App oder auf der Webseite der ÖBB. Und wie immer gilt: Zeitreserven einplanen! Stau auf den Schienen ist in dieser Zeit ein Thema, das man ernst nehmen sollte.
Die Regionalbuslinien, speziell die Linie 400, sichern während der Straßenbauarbeiten die Verbindung zwischen Klosterneuburg-Kierling und Klosterneuburg-Weidling. Doch damit nicht genug: Die Linie R40 entfällt während der gesamten Bauphase komplett. Wer also mit dieser Linie fährt, muss sich ebenfalls nach alternativen Verbindungen umsehen. Die Züge der Linien REX4 und REX41 hingegen halten weiterhin an den Stationen Klosterneuburg-Kierling und St. Andrä-Wördern. Die REX-Züge passieren die Baustelle zwar auf einem Gleis, während auf dem anderen gearbeitet wird, aber sie sind eine wichtige Verbindung für die Pendler.
Vorbereitung ist alles
Ein kleiner Hinweis für alle Fahrradfahrer: Die Mitnahme von Fahrrädern in den Schienenersatzverkehrsbussen ist nicht möglich. Das kann für viele ein echter Nachteil sein. Mobilitätseingeschränkte Reisende sollten nicht vergessen, sich mindestens 24 Stunden vor ihrer Reise beim ÖBB-Kund:innenservice zu melden. Das ist eine wichtige Information, die nicht in Vergessenheit geraten sollte.
Ein Blick auf die Situation in anderen Regionen zeigt, dass Baustellen und Einschränkungen im Bahnverkehr kein Einzelfall sind. Auch in Hessen wird in diesem Sommer kräftig gebaut, und Pendler müssen sich auf Umleitungen und Ersatzverkehr einstellen. Es scheint, als wäre der Sommer nicht nur die Zeit für Ausflüge, sondern auch für Sanierungen auf den Schienen – und das nicht nur in Österreich. Die Baustellen sind überall ein Thema.
Also, liebe Fahrgäste, packt eure Geduld ein, plant eure Reisen gut und lasst euch nicht von den Baustellen die Laune verderben. Das Wichtigste ist, sicher ans Ziel zu kommen, auch wenn die Umwege manchmal etwas länger werden. Und vielleicht entdeckt ihr ja beim Warten auf den Bus auch die eine oder andere interessante Ecke in Klosterneuburg oder Tulln!
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