Kunst im Herzen: Ernest Kienzls Zyklen der Kreativität in St. Pölten
Im Herzen von St. Pölten, wo die Kunstszene blüht, fand kürzlich eine bemerkenswerte Ausstellung statt, die die Besucher in die faszinierende Welt des Künstlers Ernest Kienzl entführte. Der Absolventenverein „Freunde des Mary Ward Privatgymnasiums St. Pölten“ hatte die Ehre, diese Veranstaltung im Stadtmuseum zu organisieren. Die Ausstellung mit dem Titel „Zyklen“ würdigte das beeindruckende Lebenswerk von Kienzl und bot einen spannenden Bogen, der durch Jahrzehnte kreativen Schaffens führte.
Die Atmosphäre im Stadtmuseum war lebhaft und einladend. Besucher hatten die Möglichkeit, das gesamte künstlerische Schaffen von Kienzl zu erkunden, das durch seine vielfältigen Werke geprägt ist. Ein besonderes Highlight war das Künstlergespräch, bei dem Kienzl spannende Einblicke in die Entstehung seiner Werke gab. Obfrau Martina Astelbauer sprach Dankesworte an die Vorstandsmitglieder aus, die mit ihrem Engagement zu einem gelungenen Event beigetragen hatten. Robert Richter, der die Gesamtprojektleitung innehatte, spielte eine zentrale Rolle beim Erfolg der Ausstellung.
Ein Meister seines Faches
Ernest A. Kienzl, 1951 in St. Pölten geboren, hat sich nicht nur als Künstler einen Namen gemacht, sondern auch als Lehrer. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien folgte ein Studium der Kunsterziehung an der Universität für Angewandte Kunst, wo er unter den Fittichen von Größen wie Herbert Tasquil und Bazon Brock seine Fähigkeiten verfeinerte. Von 1979 bis 2012 lehrte er am AHS Privaten Gymnasium der Englischen Fräulein in St. Pölten und von 1991 bis 2005 an der Pädagogischen Akademie der Diözese in Krems.
Kienzl ist nicht nur ein talentierter Künstler, sondern auch ein engagierter Vereinsfunktionär. Seit 2007 ist er der Obmann des St. Pöltner Künstlerbundes, wo er die Vereinigung von 31 talentierten Künstlerinnen und Künstlern leitet. Dieser Künstlerbund, gegründet 1946, ist ein fester Bestandteil der heimischen Kunstszene. Jährlich findet eine große Jahresausstellung im Stadtmuseum St. Pölten statt, die stets viele Kunstinteressierte anzieht.
Kunst im Dialog
Die Ausstellung „Zyklen“ war nicht nur eine Hommage an Kienzls Schaffen, sondern auch ein Ort des Austauschs und der Vernetzung. Der Absolventenverein fördert aktiv die Verbindung zwischen ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Mary Ward Gymnasiums, was die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis machte. Künstlergespräche und Workshops sind Teil des Programms, das die Kunstvermittlung an Schulen und Gruppen unterstützt.
Die künstlerische Vielfalt in St. Pölten ist beeindruckend. Neben der Jahresausstellung im Stadtmuseum gibt es im Ausstellungsraum KUNST:WERK, in der Linzerstraße 16, regelmäßig vier bis fünf Ausstellungen pro Jahr. Dort werden Werke von Vereinsmitgliedern sowie von regionalen und internationalen Kunstschaffenden präsentiert. Die Möglichkeit, Kunst hautnah zu erleben und in den Dialog zu treten, ist für viele Besucher ein Gewinn.
Ob in den Ausstellungsräumen oder bei einem Künstlergespräch – die Kunst in St. Pölten hat viele Gesichter. Und mit Künstlern wie Ernest Kienzl wird diese Vielfalt lebendig gehalten. Seine Werke und die Veranstaltungen, die er mitgestaltet, tragen dazu bei, dass die Stadt ein pulsierender Ort für Kunst und Kreativität bleibt.
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