Heute ist der 10.06.2026 und die Sonne brennt über St. Pölten-Land. Während viele von uns an laue Sommerabende am Wasser denken, gibt es auch eine andere Seite dieser Medaille. Die Wasserrettung in Niederösterreich, gegründet 1960 von Soldaten des Bundesheeres, leistet seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit, um Menschen in Not zu helfen und Prävention zu betreiben. Markus Schimböck, Präsident der Wasserrettung, weiß genau, worauf es ankommt. Er ist seit zehn Jahren im Amt und hat schon so einiges erlebt. Was ihn antrieb? Eine große Leidenschaft für den Wassersport, vor allem Triathlon, hat ihn zur Wasserrettung geführt.

Der Blick auf die Zahlen ist alarmierend. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit können rund 630.000 Menschen in Österreich ab fünf Jahren nicht schwimmen. Besonders erschreckend ist der Anstieg der Nichtschwimmer unter 10- bis 14-Jährigen, der durch die Corona-Pandemie bedingt ist. Geschlossene Bäder und fehlende Infrastruktur tragen dazu bei, dass viele Kinder und Erwachsene nicht schwimmen lernen oder das Gelernte vergessen. Schwimmen ist zwar Teil des österreichischen Lehrplans, aber nach dem Kurs fehlt es oft an Training. Die Wasserrettung hat im Vorjahr etwa 1.000 Einsätze geleistet – mit 46.000 ehrenamtlichen Stunden! Die Zahlen steigen jährlich um etwa 10%.

Ertrinkungsunfälle und deren Ursachen

Jährlich sind in Österreich etwa 30 bis 40 Ertrinkungsunfälle zu verzeichnen. Im Jahr 2024 wurden 39 Todesopfer registriert, und die Hauptgründe dafür sind oft mangelnde Aufsicht bei Kindern und Risiken durch Trendsportarten bei älteren Personen. Komischerweise unterschätzen viele die Gefahren im und am Wasser. Ob im heimischen Pool oder beim Planschen im Gartenteich – die Gefahr, insbesondere für kleinere Kinder, ist real. Laut einer DLRG-Statistik ertranken in Deutschland im Jahr 2022 411 Menschen, darunter 14 Kinder. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich mit den Risiken auseinanderzusetzen.

Rund 150.000 private Pools existieren in Österreich, und viele sind schlecht abgesichert. Das kann schnell zu Unfällen führen. Schimböck appelliert an die Politik, die Abläufe für Ehrenamtliche zu vereinfachen und Bürokratie abzubauen. Ein wichtiger Punkt, denn die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz klappt hervorragend, und darauf kann man stolz sein.

Schwimmen lernen – ein Muss für alle

Die Wasserrettung hat sich nicht nur der Bergung verschrieben, sondern auch der Prävention. Schwimmausbildung für Kinder und Erwachsene ist ein zentrales Anliegen. Selbstrettung fördern – das ist das Ziel. Doch die Realität sieht oft anders aus. Zu viele Menschen können nicht schwimmen und die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig. Tipps für sicheres Baden sind wichtig. Bade-Regeln einhalten, Warnhinweise beachten, Selbstschutz priorisieren – so einfach kann es sein, Unfälle zu vermeiden!

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Markus Schimböck genießt es, in seiner Freizeit im eigenen Pool, am Ratzersdorfer See oder am Meer zu schwimmen. „Das ist Freiheit pur!“, sagt er. Es ist eine Leidenschaft, die er mit vielen anderen teilt. Schwimmen kann so viel mehr sein als nur ein Sport – es ist Lebensqualität, ein Stück Sicherheit und ein wichtiges Gut, das wir alle lernen sollten. Die Wasserrettung in Niederösterreich kämpft unermüdlich dafür, dass das Schwimmen für alle zugänglich wird und die Menschen die Gefahren im Wasser nicht mehr unterschätzen.

So bleibt zu hoffen, dass in Zukunft mehr Menschen die Möglichkeit bekommen, das Schwimmen zu lernen und damit einen Schritt in Richtung Sicherheit zu gehen. Denn das Leben ist einfach zu schön, um es am Wasser nicht in vollen Zügen zu genießen!