Es ist ein schöner Tag in Neunkirchen, die Sonne scheint, und schon bald wird die Stadt die letzten Klänge von Peter Lichtenberger hören. Der ehemalige Konzertveranstalter hat seine Spuren hier hinterlassen – und nicht nur mit einem Pinselstrich, sondern mit einer ganzen Palette an musikalischen Erlebnissen. Fast zwei Jahrzehnte lang war er der Mann hinter den Kulissen, der das Armida Quartett in die Herzen der Menschen brachte. Eine Verbindung, die, so könnte man sagen, fast schon wie eine Ehe ist – lang, intensiv und voller Höhen und Tiefen.
Am 5. Mai 2026 blickt die Stadt zurück auf die bewegenden Momente, die sie gemeinsam erlebt haben. Es war kein gewöhnlicher Abschied, den das Armida Quartett im Jahr 2024 gefeiert hat, als sie sich von Lichtenberger verabschiedeten. Die Ungewöhnlichkeit dieser langjährigen Beziehung zwischen Veranstalter und Quartett ist ein Thema, das die Gemüter bewegt. Es ist eine Geschichte von Leidenschaft und Hingabe, die weit über die Musik hinausgeht.
Ein Blick in die Zukunft
Während wir in die Gegenwart schauen, passiert etwas Spannendes in Bad Doberan. Dort findet am 6. April 2026 von 14:00 bis 15:00 Uhr ein Foyerkonzert des Armida Quartetts im Großherzoglichen Salongebäude statt. Diese Veranstaltung markiert das große Finale der NDR Kultur Foyerkonzerte – eine Reihe, die über 130 Konzerte im NDR-Sendegebiet umfasste. Man fragt sich, wie sie es gemacht haben, denn Johanna Staemmler war aufgrund der Geburt ihres zweiten Kindes verhindert. Aber keine Sorge, Philipp Bohnen sprang kurzfristig ein. Ein Mitglied der Berliner Philharmoniker, und das merkt man – nach nur drei Probentagen harmonierten die Musiker perfekt miteinander!
Das Publikum war begeistert, wollte das Quartett und Moderator Ludwig Hartmann nach dem Konzert einfach nicht von der Bühne lassen. Musik von Mozart und Schumann schwebte durch den Raum, und es gab spannende Gespräche zwischen den Darbietungen. Solche Momente, die man in der Seele spürt, sind unbezahlbar.
Die Auftritte des Armida Quartetts
2026 wird das Armida Quartett als Residenzensemble bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern auftreten und plant etwa 20 Konzerte. Jedes dieser Konzerte wird eine neue Facette zeigen – unterschiedliche Besetzungen und Formate in verschiedenen Spielstätten des Bundeslandes. Es wird spannend zu sehen, wie sie auch hier wieder ihre Zuhörer in ihren Bann ziehen.
Für all jene, die sich für Kultur begeistern, gibt es eine Möglichkeit, den Überblick zu behalten. NDR Kultur plant, ausgewählte Konzerte in der Sendereihe „Das Konzert“ zu präsentieren. Und für die besonders Interessierten wird ein E-Mail-Newsletter bereitgestellt, um über herausragende Sendungen und Veranstaltungen auf dem Laufenden zu bleiben. Die Unterstützung von Kulturveranstaltungen ist nicht zu unterschätzen; mit einem jährlichen Programm von 700.000 Euro wird in Zusammenarbeit mit der Behörde von Kultursenator Carsten Brosda und der Verlagsbranche ein wichtiger Beitrag geleistet.
So verknüpfen sich die Geschichten von Peter Lichtenberger, dem Armida Quartett und den vielen Konzertbesuchern in Neunkirchen und darüber hinaus. Eine Melodie, die weiterklingt, auch wenn die letzten Töne verklungen sind. Musik hat die Kraft, Menschen zu verbinden – und das bleibt in Erinnerung, egal wo man sich befindet.