In Neunkirchen brodelt es derzeit gewaltig. Am 27. Februar 2026 wurde über das Vermögen der Mediashop GmbH ein Sanierungsverfahren am Landesgericht Wiener Neustadt eröffnet. Doch das, was eigentlich als Hoffnungsschimmer gedacht war, hat sich mittlerweile in eine schier unübersichtliche Situation verwandelt. Der Sanierungsplan wurde von der Schuldnerin zurückgezogen, und das bedeutet, dass das Verfahren nun als Konkursverfahren fortgeführt wird. Ein echter Dämpfer für alle, die auf eine Wende gehofft haben.
Heute, am 7. Mai 2026, fand die Prüfungstagsatzung am Landesgericht statt. Hier wurden Forderungen in Höhe von insgesamt rund 31 Millionen Euro zur Anmeldung gebracht. Der Insolvenzverwalter hat jedoch nur Forderungen im Ausmaß von etwa 19 Millionen Euro als zu Recht bestehend anerkannt. Das ist schon ein starkes Stück! Die restlichen 12 Millionen Euro wurden zumindest vorläufig bestritten. Die Sanierungsbestrebungen der Mediashop GmbH scheinen damit endgültig gescheitert zu sein.
Der Blick auf die Zukunft
Was kommt jetzt? Der Insolvenzverwalter prüft momentan die Möglichkeit eines Verkaufs des Unternehmens. Immerhin gibt es da einen kleinen Lichtblick: Mitte April berichtete Creditreform von einer heimischen Investorengruppe, die Interesse an einer Übernahme zeigt. Angeführt von Manager Patrick Schenner, könnte diese Gruppe zunächst 30 der insgesamt 162 Beschäftigten übernehmen, mit dem Plan, das Personal später aufzustocken. Das gibt zumindest einen Hauch von Hoffnung für die Mitarbeiter.
Mediashop, 1999 gegründet, hat sich einen Namen gemacht mit Produkten aus den Bereichen Haushalt, Küche, Fitness, Gesundheit, Beauty und Lifestyle. Ein bunter Mix, der viele ansprach – doch offenbar nicht genug, um die Finanzen in den grünen Bereich zu bringen. Die Werbung, die einst auf bis zu 172 TV-Kanälen ausgestrahlt wurde, soll nun auf maximal 30 Kanäle reduziert werden. Eine drastische Maßnahme, die die Richtung des Unternehmens entscheidend ändern könnte.
Das große Ganze im Blick
Der Kreditschutzverband KSV1870 äußerte sich ebenfalls zu dieser angespannten Lage. Alexander Greifeneder betonte, dass weder die Verfahrensdauer noch die Quotenerwartungen der Insolvenzgläubiger seriös beurteilt werden können. Das lässt aufhorchen. In Zeiten, in denen Unternehmen kämpfen, um die eigene Existenz zu sichern, ist es besonders wichtig, den Überblick zu behalten. Und der ist in diesem Fall alles andere als klar.
Insgesamt bleibt abzuwarten, ob Mediashop aus dieser Krise wieder auf die Beine kommen kann. Die Anzeichen sind gemischt: Auf der einen Seite die finanziellen Schwierigkeiten, auf der anderen Seite das Engagement einer Investorengruppe. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Für die Mitarbeiter, für die Gläubiger und für alle, die an der weiteren Entwicklung des Unternehmens interessiert sind. In Neunkirchen wird man die nächsten Schritte genau beobachten.