Heute ist der 30.05.2026 und in Mödling steht die SPÖ Niederösterreich im Mittelpunkt. Beim 44. ordentlichen Landesparteitag in Vösendorf wurde Sven Hergovich mit 86,3 Prozent der Stimmen erneut zum Vorsitzenden gewählt. Ein bisschen weniger als bei seiner ersten Wahl im Jahr 2023, aber trotzdem ein starkes Mandat. Insgesamt 334 Delegierte waren anwesend, um die Zukunft der Partei zu gestalten.

Hergovich, der aus dem beschaulichen Purkersdorf stammt und erst 37 Jahre alt ist, stellte in seiner Rede klar, dass die Sozialdemokratie lebt und mit ihr wieder zu rechnen ist. „Die Sozialdemokratie lebt und mit uns ist wieder zu rechnen“, rief er in den Saal. Dabei betonte er vor allem den Zusammenhalt in der Partei und die Notwendigkeit, geschlossen in die Landtagswahl 2028 zu gehen. Ein bisschen Aufregung gab es im Vorfeld, als Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig ihre Kandidatur für den Landesparteivorsitz ankündigte, diese dann aber wieder zurückzog. Ein wahres Politikum.

Der Plan für Niederösterreich

Ein zentraler Punkt in Hergovichs Rede war der „Plan für Niederösterreich“. Darin skizzierte er Maßnahmen, die von kostenloser ganztägiger Kinderbetreuung über leistbares Wohnen bis hin zu fairen Arbeitsplätzen reichen. Hergovich kritisierte die aktuellen Gesundheits- und Sozialpolitiken von ÖVP und FPÖ scharf. Besonders wichtig war ihm der Erhalt aller 32 Notarztstandorte im Bundesland. „Kein Notarztstandort darf geschlossen werden, bevor es einen gleichwertigen Ersatz gibt“, machte er deutlich. Ein Dringlichkeitsantrag zum Erhalt dieser Standorte wurde einstimmig verabschiedet.

Die Anwesenden hatten auch die Möglichkeit, die Emotionen des Vorsitzenden hautnah zu spüren. Hergovich las einen rührenden Brief an seine Tochter Marie vor, in dem er sein Bestreben nach einem gerechten und sicheren Niederösterreich für die nächste Generation zum Ausdruck brachte. Das berührt. Und zeigt, dass es ihm nicht nur um Politik geht, sondern um die Menschen.

Ein starkes Präsidium

Unter den Gratulanten fanden sich auch prominente Namen: Landtagspräsidentin Elvira Schmidt, AK-Präsident Markus Wieser und der Bundesparteivorsitzende Andreas Babler waren vor Ort und untermauerten die Bedeutung des neuen Präsidiums. Babler bezeichnete die SPÖ als „Motor im Kampf gegen die Teuerung“. Ein passendes Bild für die Herausforderungen, die auf die Partei zukommen. Seine Vorfreude auf die kommenden Jahre war deutlich spürbar.

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Finanzminister Markus Marterbauer kündigte an, dass die Verhandlungen für das Doppelbudget 2027/28 abgeschlossen seien und es sich um ein „Sparbudget“ handle. Das wirft Fragen auf, wie sozial gerecht diese Sparmaßnahmen tatsächlich sein werden. Ein Balanceakt, der die Partei in den nächsten Jahren beschäftigen wird.

Insgesamt zeigt der Parteitag, dass die SPÖ in Niederösterreich bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen. Hergovichs klare Ansagen, der Zusammenhalt innerhalb der Partei und der Plan für die Zukunft lassen hoffen, dass man in den kommenden Jahren auf den Sozialdemokraten zählen kann. Ob das auch wirklich gelingt, wird sich noch zeigen müssen. Doch eines ist sicher: Die nächsten Monate und Jahre werden auf jeden Fall spannend.