In der charmanten Region Mödling, wo die Wiesen blühen und die Weinreben in der Sonne glänzen, gibt es einen ganz besonderen Trend: die Rückbesinnung auf regionale Produkte! Hier wird nicht nur gekocht, sondern auch wirklich gelebt, was die Umgebung zu bieten hat. Von frischen Erdäpfeln bis zu den besten Eiern – die heimischen Wirtshäuser setzen auf Qualität und Herkunft. Und das nicht ohne Grund! Die Kennzeichnung regionaler Produkte ist seit 2023 in Großküchen, Pflegeheimen, Schulen und Betriebskantinen Pflicht. In der Gastronomie vor Ort dürfen die Wirte allerdings selbst entscheiden, ob sie ihre Produkte kennzeichnen wollen. Die gute Nachricht? Viele von ihnen tun es freiwillig!
Über 180 Wirte in Niederösterreich haben sich beispielsweise der Partnerschaft mit heimischen Landwirten angeschlossen und tragen stolz das Gütesiegel „AMA Genuss Region“. Dieses Siegel garantiert nicht nur regionale Herkunft, sondern auch hohe Produkt- und Verarbeitungsqualität. Vor allem die kurzen Transportwege sprechen für sich. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hebt die Vorteile der Herkunftskennzeichnung hervor. Er zeigt sich überzeugt, dass dies sowohl für die Wirte als auch für die Landwirte eine Win-Win-Situation darstellt. Marcell Randa-Frank, der Bauernbund-Bezirksobmann, betont die Verfügbarkeit dieser Produkte und deren Bedeutung für die Versorgungssicherheit. In Mödling gibt es etwa 321 landwirtschaftliche Betriebe, die nicht nur im Weinbau aktiv sind, sondern auch in der Tierhaltung, im Ackerbau und in der Forstwirtschaft.
Genuss aus der Region
Die Vielfalt der regionalen Produkte ist beeindruckend. Angefangen von den ausgezeichneten Weinen bis hin zu zahlreichen Hofläden und Direktvermarktern, die ihre frischen Waren anbieten. Im Speckgürtel von Wien, von Achau bis Laab im Walde und von Gumpoldskirchen bis Perchtoldsdorf, findet man zahlreiche Möglichkeiten, die Leckereien aus der Umgebung zu genießen. Und das Beste daran? Die Betriebe, die das AMA Genuss Region-Siegel tragen, sind verpflichtet, klare Qualitätskriterien einzuhalten. Externe Kontrollstellen überprüfen regelmäßig, ob diese Richtlinien auch wirklich eingehalten werden. Das schafft Vertrauen und Transparenz – nicht nur für die Gastwirte, sondern auch für die Konsumenten.
Ein weiterer spannender Aspekt: Direktvermarkter verwenden fast ausschließlich Rohstoffe von ihren eigenen Betrieben. Manufakturen wie Fleischer, Bäcker oder Konditoreien veredeln die regionalen Zutaten und schaffen damit hochwertige Lebensmittel. In der Gastronomie ist der Einsatz dieser Produkte nachweislich gegeben. Es wird darauf geachtet, dass Fleisch – mindestens zwei von drei Sorten wie Rind, Schwein oder Huhn – sowie Gemüse und Obst, darunter auch Erdäpfel und mindestens drei andere ganzjährig verfügbare Arten, aus der Region stammen. Auch Fisch- und Wildarten müssen lokal sein.
Ein Blick in die Zukunft
Am 1. September 2023 tritt eine neue Regelung in Kraft, die die Herkunftskennzeichnung für die Gemeinschaftsverpflegung verpflichtend macht. Rund 40 Prozent der täglich etwa 3,5 Millionen Mahlzeiten, die außer Haus konsumiert werden, entfallen auf diese Art der Verpflegung. Zurück zur Gastronomie: Hier gilt die Regelung nicht – zumindest nicht für die restlichen 60 Prozent. Das sorgt für Diskussionen, und die Meinungen gehen auseinander. Die AMA-Marketing Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek hat das Thema der Herkunftskennzeichnung bereits 2020 angestoßen und spricht von mittlerweile etwa 1.400 Partnerbetrieben, die freiwillig ihre Rohstoffe deklarieren.
Die regionale Küche in Mödling hat also viel zu bieten. Leckereien aus der Umgebung, die nicht nur den Gaumen erfreuen, sondern auch das Herz wärmen. In einer Zeit, in der Qualität und Herkunft mehr denn je zählen, ist es umso wichtiger, lokale Produkte zu unterstützen. Schmeckt einfach besser!