Mödling packt die Hitze an: Kühler Kopf in heißen Zeiten!
In Mödling wird es heiß! Und damit meine ich nicht nur die Temperaturen, sondern auch die beschleunigten Maßnahmen, die die Stadtgemeinde ergreift, um sich an die Herausforderungen der Klimakrise anzupassen. Bürgermeisterin Silvia Drechsler hat die Gefahren der steigenden Hitze für die Gesundheit der Bevölkerung klar benannt. Hitzeaktionspläne – das ist der neue heiße Scheiß, könnte man sagen – stehen auf der Agenda, um die Stadt bis 2040 klimaneutral zu machen. Das Ziel? Ein kühler Kopf in heißen Zeiten, und das nicht nur für die Erwachsenen, sondern besonders für unsere Kinder und älteren Mitbürger.
Im Gesundheitsreferat, geleitet von Stadtrat Stephan Schimanowa, wird bereits eifrig an einem Hitzeplan gearbeitet. Die ersten Treffen mit Vertretern der Stadtverwaltung und Politik sind bereits über die Bühne gegangen. Hier wird nicht nur geredet, sondern auch geplant! Ein Netzwerk von „Kühlen Räumen“ soll entstehen, wo die Mödlinger Bevölkerung kostenlos Zuflucht vor der drückenden Hitze finden kann. Auch Gespräche mit Kirchen und anderen Partnern, um bestehende Angebote zu nutzen, laufen. Das klingt nach einer richtig tollen Gemeinschaftsaktion!
Praktische Maßnahmen für den Alltag
Aber damit nicht genug! Mödling setzt auch auf zusätzliche Kühlungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Auf den Plätzen wird es neue Sitzgelegenheiten, Wasserstellen und mehr Beschattung geben. Wer hätte gedacht, dass ein schattiges Plätzchen so wichtig sein kann? In Kooperation mit der Wirtschaft sollen zudem Betriebe gekennzeichnet werden, die kostenlos Trinkwasserflaschen auffüllen. So gibt’s immer einen kühlen Schluck, wenn’s draußen brütend heiß ist.
Für besonders vulnerable Gruppen – also die, die vielleicht nicht so mobil sind oder ein wenig mehr Unterstützung brauchen – wird auch ein Kälte-Telefon und ein Shuttledienst geprüft. Wenn’s also richtig brenzlig wird, können diese Menschen schnell und unkompliziert einen kühlen Ort erreichen. Das ist mal eine interessante Möglichkeit, die Stadt zusammenzuhalten, nicht wahr?
Hitzeaktionspläne bundesweit
Aber Mödling ist nicht allein mit diesen Herausforderungen. Studien zeigen eine zunehmende Häufigkeit von Hitzewellen, die schon seit den 1970er Jahren in Deutschland beobachtet werden. Und die Prognosen sind nicht gerade rosig: Die Europäische Umweltagentur warnt vor einer weiteren Zunahme an extrem heißen Sommern. Hitzeaktionspläne – oder HAPs, wie sie in der Fachwelt genannt werden – sind ein zentrales Instrument, um der Hitze entgegenzuwirken. In vielen deutschen Städten stehen diese Pläne schon auf der Agenda, doch die Umsetzung lässt oft noch zu wünschen übrig. Seltsamerweise hatten bis 2020 nur vier Kommunen und ein Landkreis solche Pläne erfolgreich umgesetzt, während über 50% der Befragten angaben, dass sie in der Planung oder Erarbeitung sind.
Ein Beispiel aus Deutschland zeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist. Die Hochschule Fulda hat eine Arbeitshilfe zur Entwicklung kommunaler Hitzeaktionspläne veröffentlicht. So wird den Kommunen unter die Arme gegriffen, damit sie die Risiken besser wahrnehmen und Ressourcen effektiver akquirieren können. Denn was nützt der beste Plan, wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird? Das Difu hat auch einige spannende Praktiken aus Städten wie Düsseldorf und Karlsruhe zusammengetragen, die zeigen, wie man den HAPs Leben einhauchen kann.
Vorbereitung auf die Hitze der Zukunft
Der Klimawandel bringt nicht nur heiße Tage, sondern auch Tropennächte und anhaltende Hitzeperioden mit sich – und das wird auch in Mödling nicht anders sein. Die Stadt hat die Zeichen der Zeit erkannt und handelt. Die Hitzeaktionspläne sind ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es noch viel zu tun gibt. Ob es nun um die Kühlung der Schulen und Kindergärten geht oder um die Entwicklung eines umfassenden Hitzeaktionsplans – die Mödlinger sind auf einem guten Weg, um sich gegen die drohenden Hitzewellen zu wappnen. Und eines ist sicher: Es wird nicht nur heiß, sondern auch spannend, was die nächsten Jahre bringen werden.
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