In Leiben ist es wieder einmal so weit: Der Topothek-Stammtisch hat am 23. April seine Türen geöffnet und mit dem Thema „Vereine und Institutionen“ einen spannenden Fokus gesetzt. Hier wird nicht nur über die Vergangenheit geschwärmt, sondern auch aktiv an der Zukunft gearbeitet. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Begegnung und Austausch und lud die Anwesenden ein, ihre Erinnerungen und Geschichten zur Ortsgeschichte zu teilen. Mit Bildbeschriftungen, die ergänzt wurden, wurde der Abend umso lebendiger gestaltet.

Ein besonderes Highlight war der Beitrag von Professor Gerhard Flossmann, der mit historischen Erläuterungen zu einem alten Schreiben der Herrschaft Leiben das Interesse der Teilnehmenden weckte. Ehemalige Vereinsmitglieder und interessierte Gemeindebürger fanden sich zusammen und trugen mit ihrem Engagement maßgeblich zum Wachstum der digitalen Topothek Leiben bei, die mittlerweile rund 3000 erfasste Erinnerungen zählt.

Die digitale Schatztruhe

Die Topothek ist mehr als nur ein Archiv; sie steht für die Digitalisierung des historischen Erbes in Europa über Web und App. Dieses digitale Portal ermöglicht es den Nutzern, nach Schlagworten, Datum und Verortung zu suchen, und bietet somit eine wertvolle Ressource für regionale historische Nachforschungen und Vergleiche auf europäischer Ebene. Die Eingabestruktur ist einfach gehalten, was die Mitarbeit erleichtert. Zudem werden die erfassten Daten mit den erforderlichen Angaben für wissenschaftliche Programme wie ISAD/G verknüpft, sodass sie auch in professionelle Museums- oder Archivprogramme wie „imdas“ oder „augias“ weiterverwendet werden können.

Das Engagement der Leiberner Bürger trägt dazu bei, dass die virtuelle Sammlung der Topothek nicht nur wächst, sondern auch ohne Redaktionsschluss oder Seitenumfang erweiterbar ist. Die Einladung zur Einreichung von Fotos, Dokumenten und Erzählungen zielt darauf ab, die Geschichte Leibens lebendig zu erhalten und für kommende Generationen zu bewahren.

Ein europäisches Erbe bewahren

Die Bedeutung solcher Initiativen wird auch von der Europäischen Kommission unterstrichen, die für politische, koordinierende und finanzierende Maßnahmen zur Unterstützung der Digitalisierung und des Online-Zugangs zu kulturellen Inhalten in den Mitgliedstaaten verantwortlich ist. Mit Programmen wie „Horizont 2020“ werden digitale Tools und Spitzentechnologien zur Unterstützung des Kulturerbes entwickelt. Das Ziel ist klar: den Zugang zum kulturellen Erbe über digitale Kanäle zu fördern und in der digitalen Welt ein Bewusstsein für unser gemeinsames Erbe zu schaffen.

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Das kulturelle Erbe umfasst dabei materielle, immaterielle und digitale Aspekte. Die Topothek in Leiben ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie durch gemeinsames Engagement und moderne Technologien die Geschichten unserer Vorfahren bewahrt werden können. Denn letztlich geht es darum, die Wurzeln unserer Gemeinschaft lebendig zu halten und sie mit den nachfolgenden Generationen zu teilen.