Goldener Igel: Niederösterreichs Gemeinden setzen auf nachhaltige Grünflächen
In den letzten Tagen wurde in unserem schönen Niederösterreich ein ganz besonders strahlender Moment für die Natur gefeiert. Die Auszeichnung „Goldener Igel“ wurde an vier Bezirksgemeinden überreicht, die sich durch ihre naturnahe und ökologische Gestaltung öffentlicher Grünflächen hervorgetan haben. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überreichte die Ehrungen in einem feierlichen Rahmen und würdigte damit das Engagement für eine lebendige Umwelt. Die ausgezeichneten Gemeinden im Bezirk Lilienfeld sind die Stadtgemeinde Hainfeld, die Marktgemeinde Kaumberg, die Gemeinde Kleinzell und die Marktgemeinde Türnitz. Ein schöner Grund zur Freude, nicht wahr?
Der „Goldene Igel“ ist nicht irgendeine Auszeichnung. Er wird an Gemeinden verliehen, die die strengen Kriterien von „Natur im Garten“ zu 100% erfüllen. Dazu gehört der vollständige Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torf. Über 500 Städte und Gemeinden in Niederösterreich haben sich bereits diesem nachhaltigen Ansatz verschrieben. Die Ausgezeichneten zeigen, dass eine ökologische und ästhetische Gestaltung von Grünflächen wunderbar Hand in Hand gehen kann. Und das Beste ist, dass die Gemeinden durch laufende Beratungen und Webinare von Experten unterstützt werden. Das klingt nach einer tollen Initiative, die nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen vor Ort zugutekommt.
Ein Vorbild für Nachhaltigkeit
Die Auszeichnung ist die höchste, die die NÖ-Umweltbewegung zu vergeben hat. Gemeinden und Schaugärten, die die Kriterien erfüllen, leisten einen wertvollen Beitrag zum Umwelt-, Arten- und Klimaschutz. Dabei müssen die Leistungen der Gemeinden dokumentiert und begutachtet werden. Die „Natur im Garten“ Gemeinden zeigen, wie man mit biologischem Pflanzenschutz und der Verwendung von organischen Düngemitteln die heimische Pflanzenvielfalt fördern kann. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Menschen, die in diesen Gemeinden leben. Es ist ein Zeichen, dass die Natur in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat.
Besonders erfreulich ist, dass solche Schaugärten ihre Tore öffnen, um Wissen auszutauschen und Inspiration zu bieten. Hier können Interessierte lernen, wie sie ihre eigenen Gärten ökologisch gestalten können. Die Vorteile sind vielfältig: ein Partnernetzwerk, Fachwissen, Weiterbildungsangebote, Seminare und Exkursionen warten auf die Neugierigen. Wer weiß, vielleicht findet sich unter den Lesern der nächste Gartenfachmann oder die nächste Gartenfachfrau! Und es ist ja kein Geheimnis, dass ein biologisch vielfältiger Garten auch für die Seele eine Wohltat ist. Man könnte fast sagen, dass die Natur hier eine kleine Oase der Ruhe und des Rückzugs schafft.
Die Macht der Vielfalt
Ein biologisch vielfältiger Garten hat noch viele weitere Vorteile. Er bietet nicht nur eine entspannende Atmosphäre, sondern hilft auch, den Pflegeaufwand durch Nützlinge zu reduzieren. In Zeiten, in denen die Artenvielfalt in der Landschaft abnimmt und Lebensräume durch intensive Nutzung immer kleiner werden, ist es umso wichtiger, dass wir unsere Gärten so gestalten, dass sie Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten. Ökologisch geführte Gärten schaffen Platz für Wildbienen, Vögel, Igel und viele andere Lebewesen. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein wichtiger Rückzugsort für die heimische Tierwelt.
Die Verwendung von heimischen Pflanzen, die reichlich Nahrung und Unterschlupf für Insekten und Vögel bieten, ist ein weiteres wichtiges Merkmal eines biologisch vielfältigen Gartens. Gestaltungselemente wie Trockenmauern, Teiche und Reisighaufen sind nicht nur praktisch, sie schaffen auch ein kleines Paradies für viele Arten. Und das Beste daran? Man muss nicht auf Ordnung verzichten – ein bisschen „Unordnung“ kann sogar von Vorteil sein! Eine „wilde Ecke“ mit Disteln und Brennnesseln etwa bietet Nahrung für Raupen und andere Insekten.
Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und biologischer Vielfalt zeigen die ausgezeichneten Gemeinden, dass es möglich ist, die Natur in den Alltag zu integrieren. Und das bringt nicht nur Freude, sondern auch eine tiefere Verbundenheit mit dem, was uns umgibt. Die Auszeichnung „Goldener Igel“ ist daher nicht nur ein Preis, sondern ein Zeichen für ein neues Bewusstsein für die Umwelt. Es bleibt zu hoffen, dass viele weitere Gemeinden diesem Beispiel folgen. Denn, seien wir ehrlich – die Natur hat es verdient, dass wir uns um sie kümmern und ihr einen Platz in unserem Leben einräumen!
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