Was ist das bloß mit der Hitze? Kaum hat man sich auf dem Balkon mit einem kühlen Getränk in die Sonne gesetzt, kommt der Schweiß und das Gefühl, man könnte gleich schmelzen. Eine aktuelle Untersuchung von Greenpeace zeigt, dass die Hitzebelastung in den bevölkerungsreichsten Städten Österreichs alarmierende Ausmaße angenommen hat. Der Grünflächenanteil spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wo Bäume und Pflanzen Mangelware sind, gibt es wenig Hoffnung auf Abkühlung.

Sechs Städte, darunter Wolfsberg, Wien und St. Veit, haben im Vorjahr unter sehr großer Hitzebelastung gelitten. Das ist kein Spaß! Wolfsberg führt die Liste mit 40 Hitzetagen an und hat gleichzeitig den geringsten Grünanteil von nur 17,5 Prozent. Melanie Ebner von Greenpeace Österreich hebt hervor, dass Bäume und Grünflächen unverzichtbar sind, um die Umgebung zu kühlen. Beton und Asphalt sind da eher die Feinde. Wenn man sich die Zahlen so anschaut, wird schnell klar: Es muss etwas geschehen!

Grünflächen und ihre Bedeutung

In Städten wie Innsbruck, wo 32 Hitzetage registriert wurden und der Grünflächenanteil bei 25 Prozent liegt, scheint die Situation noch erträglich. Klosterneuburg und Groß-Enzersdorf hingegen haben über 45 Prozent Grünanteil, was ihnen zu einer mittleren Hitzebelastung verhilft. Man fragt sich: Wo sind die schattigen Plätze, die zum Verweilen einladen? Hier ist eine “Begrünungs-Offensive” gefragt, wie Greenpeace fordert. Die Idee der „NaturStadt-Garantie“ könnte der Schlüssel sein, um die Städte wieder grüner zu machen und den urbanen Hitzeinseln den Kampf anzusagen.

Das BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) hat sich ebenfalls intensiv mit dem Thema Hitzevorsorge beschäftigt. Die dichte Bebauung, versiegelte Flächen und die fehlende nächtliche Abkühlung machen Städte besonders anfällig für Hitzewellen. Ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke sind dabei besonders gefährdet. Es ist alarmierend, dass viele öffentliche Gebäude wie Schulen und Krankenhäuser nicht ausreichend auf Hitzebelastungen vorbereitet sind. Wenn Temperaturen in Klassenzimmern über 30 Grad steigen, leidet nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern auch die Gesundheit.

Der Weg zu klimafesten Städten

Wir reden hier von einer dringenden Aufgabe! Klimagerechtes Bauen, mehr Grünflächen, Wasser und Entsiegelung sind zentrale Bausteine für lebendige Städte. Das Schwammstadt-Prinzip, das Wasser speichert und die Umgebung kühlt, ist ein interessanter Ansatz. Ein einzelner Baum kann die Wirkung von bis zu zehn Klimaanlagen erreichen, vorausgesetzt, er hat genug Wasser. Das ist doch mal eine Ansage, oder? Außerdem können einfache Maßnahmen wie helle Dachbedeckungen die Zahl überhitzter Stunden um bis zu 20 Prozent reduzieren. Es ist ernüchternd zu sehen, dass die Verteilung solcher Maßnahmen in den Stadtvierteln oft ungleich ist.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Wenn wir uns also nicht bald aufraffen und die notwendigen Schritte unternehmen, könnte die Hitzebelastung in unseren Städten weiter steigen. Projekte wie die „Urban Heat Labs“ zeigen, dass es möglich ist, klimaangepasste Stadtgestaltung umzusetzen. Öffentliche, konsumfreie Räume mit Trinkwasserangebot könnten in Hitzeperioden zu Rückzugsorten werden. Es bleibt zu hoffen, dass politischer Wille und Ressourcen bereitgestellt werden, um das zu realisieren. In Krems an der Donau und anderswo ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden und unsere Städte für die Zukunft fit zu machen.

Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unsere neue VeloCore-Umsetzung erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – umgesetzt durch Daniel Wom mit sauberem semantischem Markup, ausreichenden Kontrasten und voller Tastaturbedienbarkeit.