In Pernegg, einer kleinen, aber feinen Gemeinde mit rund 700 Hauptwohnsitzern, gab es kürzlich ein buntes Treiben im Turnsaal der Volksschule. Elf Kinder, voller Begeisterung und Kreativität, nahmen an einem Acryl-Workshop teil – ein echtes Highlight ihres Ferienprogramms! Organisiert von der BHW-Obfrau und Vizebürgermeisterin Cornelia Weiß, fand diese Veranstaltung nun schon zum zweiten Mal statt. Die Kinder, im Alter von sechs bis zwölf Jahren, lernten die faszinierenden Techniken der Acrylmalerei sowie einige Graffiti-Künste unter der Anleitung des talentierten Künstlers Helmut Lisy aus Schwarzenau.

Und was für ein Erlebnis das war! Mit Pinsel und Sprühdose in der Hand durften die kleinen Künstler ihre eigenen Werke schaffen und sie stolz mit nach Hause nehmen. Für einige der Kinder war es nicht das erste Mal; sie hatten sich erneut für diesen kreativen Spaß entschieden – ein Zeichen, dass das Interesse und die Teilnehmerzahl tatsächlich gestiegen sind. In den Pausen gab es eine gesunde Jause, die die Kids für die nächsten kreativen Herausforderungen stärkte. Helmut Lisy betonte während des Workshops, dass Kunst keine Grenzen kennt. Und das spürte man förmlich im Raum, während die bunten Farben auf Leinwänden zum Leben erweckt wurden.

Graffiti: Von der Straße in die Schule

Graffiti hat oft diesen geheimnisvollen, ja fast verbotenen Ruf, der besonders für Kinder und Jugendliche anziehend ist. Aber hier, bei diesem Workshop, wurde es legal und kreativ genutzt. Graffiti kann, wie Helmut Lisy und viele andere Künstler zeigen, eine wunderbare Möglichkeit sein, sich auszudrücken und individuelle Ideen zu verwirklichen. Die technische Beherrschung, das Spiel mit Farben und Formen – all das wurde den Kindern auf eine fesselnde Art und Weise nähergebracht.

Die Wurzeln von Helmut Lisys künstlerischer Sozialisation reichen zurück bis in die 2000er Jahre, beeinflusst von der Graffiti- und Hip-Hop-Kultur seiner Heimat. Die Maxime „Each one teach one“ prägt seine Arbeit und zeigt, wie wichtig es ist, Wissen und Fähigkeiten weiterzugeben. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Graffiti und einer Ausbildung als Lehrkraft bringt er nicht nur Fachwissen, sondern auch Leidenschaft in seine Workshops ein. Gesellschaftliche Themen und der kreative Selbstausdruck stehen im Fokus seiner pädagogischen Arbeit, die er auch in Schulen und außerschulischen Projekten umsetzt.

Gemeinsam kreativ werden

Ein Beispiel für solch eine kreative Gemeinschaft ist das Straßen-Kunst-Camp „Beweg Deine Welt“ von ICOYA in München. Zwar ist das ein Stück weit weg von Pernegg, aber die Idee dahinter ist die gleiche: Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren erhalten die Möglichkeit, sich in Graffiti und anderen Kunsttechniken auszuprobieren. Bei diesem Camp lernen sie, wie man Wände gestaltet, Skizzen anfertigt und die richtige Sprühtechnik anwendet. Die Workshops fördern nicht nur die Kreativität, sondern auch das soziale Miteinander und den interkulturellen Austausch.

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So wird deutlich: Kunst und Kreativität sind wertvolle Elemente, um Kinder und Jugendliche zu stärken und ihre Talente zu fördern. Ob in Pernegg oder anderswo – die Möglichkeiten sind grenzenlos. Kunst spricht eine eigene Sprache, die verbindet und Freude schafft. Und das ist doch das Wichtigste, oder?

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