Es war ein fröhlicher Tag in Hollabrunn, als das Stadtmuseum in der alten Hofmühle die Türen für die Ausstellung „Blaudruck“ öffnete. Die Eröffnung markierte nicht nur einen besonderen Moment für die Stadt, sondern auch den Startschuss für den Museumsfrühling. Und es war wirklich etwas los! Zahlreiche Besucherinnen und Besucher strömten herein, um die faszinierenden Techniken und die Geschichte des Blaudrucks hautnah zu erleben. Museumskustodin Patrizia Mantler-Stockinger ließ es sich nicht nehmen, die Gäste herzlich zu begrüßen. Ihre Begeisterung war ansteckend!
Christa Stegen, die vom Museumsmanagement Niederösterreich kam, hob in ihrer Ansprache hervor, wie wichtig der Blaudruck als immaterielles Kulturerbe ist. Es ist nicht nur eine Kunstform, sondern auch ein Stück österreichische Identität. Alfred Atteneder, der Obmann des Färbermuseums Gutau, gab uns spannende Einblicke in die Geschichte des Blaudrucks und des Färberhandwerks. Man konnte förmlich die Leidenschaft spüren, als er über die Entwicklung dieser traditionsreichen Technik sprach.
Tradition trifft Moderne
Am Tag nach der Eröffnung gab es dann einen Workshop für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren. Hier konnten die Teilnehmer an verschiedenen Stationen selbst aktiv werden. Es war ein großer Spaß, kunstvoll bedruckte Stofftücher mit historischen Druckmodellen zu gestalten. Auch individuelles Geschenkpapier mit Strukturwalzen zu kreieren, war ein Hit. Und die farbenfrohen Blumen aus Krepppapier – die haben nicht nur den Raum, sondern auch die Gesichter der Teilnehmenden zum Strahlen gebracht!
Der Blaudruck hat eine lange Tradition, die bis in die Anfänge des Textildesigns zurückreicht. Die Technik spielt eine wesentliche Rolle in der Herstellung von Trachten. Komischerweise verbindet sich damit auch ein Stück Sprachgeschichte: Sprichwörter wie „Du wirst Dein blaues Wunder erleben“ haben ihren Ursprung in dieser faszinierenden Kunst. Junge Designer arbeiten mittlerweile mit Werkstätten zusammen, um diese alte Technik in ihre modernen Kollektionen zu integrieren. Das ist eine spannende Fusion aus Tradition und Innovation!
Ein Blick in die Zukunft
Die Bedeutung des Blaudrucks wird nicht nur in Hollabrunn gefeiert. Handwerkskammern, Museen und ethnologische Einrichtungen in ganz Österreich und darüber hinaus setzen sich für die Präsentation dieser Kunstform ein. Viele bieten Besucherführungen und Praxiskurse an, um das Reservedruckverfahren zu erläutern. Man merkt schnell, dass der Blaudruck nicht nur ein Handwerk ist, sondern auch ein lebendiger Teil der kulturellen Identität. Und das Beste daran? Die Ausstellung „Blaudruck“ ist noch bis zum 14. Juni 2023 im Stadtmuseum Hollabrunn zu sehen – eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte!
Und so bleibt der Blaudruck nicht nur in unseren Herzen, sondern auch in unseren Kleiderschränken, als fester Bestandteil der Trachtenmode. Es ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Kunst und Handwerk miteinander verwoben sind und wie sie uns auch in der heutigen Zeit inspirieren können. Ein Hoch auf den Blaudruck!