Jugendliche im Dialog: Europäische Zukunft gestalten in Gänserndorf
In Gänserndorf, in der Aula der BHAK, war am vergangenen Freitag ordentlich was los! Die Schule veranstaltete einen EPAS-Aktionstag, der nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch hochkarätige Gäste anlockte. Mit dabei waren die 5b-Klasse des Korad Lorenz Gymnasiums und drei dritte Klassen der BHAK. Der Tag wurde von Markus Plasencia vom Verein Sozialprofil moderiert, der die Diskussionen mit einer Leichtigkeit führte, die man selten sieht.
Direktor Christoph Jank ließ es sich nicht nehmen, die Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu begrüßen. Helmut Brandstätter, Alexander Bernhuber, Günther Sidl und Thomas Waitz waren alle anwesend und bereit, sich den Fragen und Anliegen der Schüler zu stellen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde durften die Jugendlichen ihre Eindrücke und Wünsche zur Europäischen Union in einer Diskussionsrunde äußern. Die Atmosphäre war spürbar aufgeladen – die Schüler hatten die Möglichkeit, direkt mit den Politikern ins Gespräch zu kommen.
Ein Tag voller Dialoge und Meinungen
In drei Diskussionsrunden ging es dann richtig zur Sache. An verschiedenen Tischen hatten die Schüler die Gelegenheit, ihre Anliegen zu diskutieren. Man konnte die Neugier und das Engagement der Jugendlichen förmlich spüren! Es war ein spannender Austausch, der das Bewusstsein für europäische Themen stärken sollte. Schließlich ist es wichtig, dass junge Menschen ihre Stimme in der politischen Arena erheben.
Der EPAS-Aktionstag war Teil des Programms „Botschafterschulen des Europäischen Parlaments“, das europaweit durchgeführt wird. Dieses Programm hat das Ziel, das Bewusstsein für Europa, das Europäische Parlament und die europäische Demokratie bei jungen Menschen zu fördern. In Österreich wird es vom Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments, dem Bundesministerium für Bildung und dem Zentrum polis umgesetzt. Derzeit sind bereits 154 Schulen in Österreich als Botschafterschulen zertifiziert, und die Zahl wächst stetig.
Schüler als Botschafter der europäischen Idee
Die teilnehmenden Schulen repräsentieren eine bunte Mischung aus verschiedenen Schultypen, darunter Berufsschulen, Handelsakademien und Gymnasien. Die Kriterien für die Zertifizierung sind klar definiert und werden vom Europäischen Parlament evaluiert. Es gibt sogar Seniorbotschafter:innen, die die Aktivitäten an den Schulen koordinieren und wertvolle Kontakte innerhalb des Netzwerkes pflegen. Für sie gibt es Unterrichtsmaterialien, Seminare und sogar Reisen nach Straßburg – nicht schlecht, oder?
Aber das ist noch nicht alles! Die Juniorbotschafter:innen, die von den Schulen nominiert werden, unterstützen die Aktivitäten rund um Europa und dessen Werte. Sie organisieren Veranstaltungen, betreuen Informationsstände und haben die Chance, bei ganz besonderen Projekten mitzumischen. Und das Beste daran? Es ist eine echte Möglichkeit für die Jugendlichen, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft zu beteiligen.
Ein Blick in die Zukunft
Das Schuljahr 2024/25 wird ganz im Zeichen der 30-jährigen Mitgliedschaft Österreichs in der EU stehen. Themen wie Desinformation und die Grundwerte der EU werden im Mittelpunkt stehen. Auch die bevorstehenden Europawahlen 2024 sind ein heißes Thema – da wird es sicher viele kreative Aktionen geben, von Malwettbewerben bis hin zu spannenden Podcasts.
Der EPAS-Aktionstag an der BHAK Gänserndorf war also nicht nur ein Event, sondern ein wichtiger Schritt in Richtung einer aktiveren und informierteren Jugend. Es bleibt spannend, wie sich die Beziehungen zwischen den Schulen und dem Europäischen Parlament weiterentwickeln werden. Eines steht fest: Die Jugendlichen sind bereit, ihre Stimme zu erheben – und die Politiker hören hin!
